Zitadellenschüler gedenken der Zerstörung Jülichs 1944

7 Schülerinnen und Schüler gedachten mit zusammen mit Jülicher Bürgerinnen und Bürger, viele von ihnen Überlebende des 16.11.1944, am Samstag um 15:25 Uhr an die Zerstörung Jülichs durch alliierte Bomber vor 69 Jahren. Die Folge jenes Tages war die nahezu vollständige Zerstörung dieser Stadt. Seitdem führt Jülich die traurige Statistik an, die am stärksten zerstörte Stadt des zweiten Weltkriegs in Jülich zu sein.Gedenken 16.11.13 a

Der Jülicher Bürgermeister, Hr. Stommel, hielt aus diesem Anlass am Mahnmal des 16. November eine kurze, aber eindrückliche Rede, mit der sich auch die Jugendlichen angesprochen fühlten:

Die meisten von uns haben den Krieg selber nicht erlebt. Einige können sich noch an die ’schlechte Zeit‘ nach dem Krieg erinnern. Selbst den ‚Kalten Krieg‘ und die Teilung Deutschlands kennen die Jüngeren unter uns nur aus Erzählungen. Die Menschen in Deutschland leben in Frieden und gewissen Wohlstand. Wir denken nur selten darüber nach, welches Glück uns damit zuteil wird. […] Ich möchte mit Ihnen an den Krieg, das Leiden, die Zerstörung und vor allem an die Opfer erinnern, damit wir zu schätzen wissen, wie gut es uns heute geht und wie wichtig Frieden ist.“

Danach folgte eine Gedenkminute, während deutlich hörbar die Glocken der Jülicher Kirchen zugleich läuteten, um an jenen Tag zu mahnen.

Die Schülerinnen und Schüler, die zur Zeit den Projektkurs Geschichte bei Herrn Neumann mit dem Thema „Jülich 1944-1950“ besuchen, nutzten im Anschluss an die Gedenkminute die Gelegenheit, um mit Überlebenden ins Gespräch zu kommen. Die vielen kurzen Gespräche ließen direkt eine emotionale Betroffenheit der Zeitzeuginnen und -zeugen spürbar werden. Alle wurden herzlich dazu eingeladen, allen Schülerinnen und Schülern des Projektkurses von ihren ergreifenden Erlebnissen zu berichten, damit die Erinnerung daran wachgehalten werden kann.

D. Neumann