Schnupperstudium an der FH Aachen

In Zusammenarbeit mit Herrn Schneider hatte es die FH Aachen (Campus Jülich) ermöglicht, vier physikinteressierten Oberstufenschülern unserer Schule in den Herbstferien ein dreitägiges Schnupperstudium im Bereich Energietechnik anzubieten (Lukas Wirtz, Henri Werth, Jean Zankl, Rebecca Rodrigo).

Praktikum Regelungstechnik

Praktikum Regelungstechnik

Am 21.10 kamen wir vier also am Campus an und wurden auch sofort von der Betreuerin des Schnupperstudiums, Frau Schulz, freundlich in Empfang genommen. Nach einer kleinen Begrüßung, in der uns ein Überblick über die Hochschule, ihre Studiengänge und Vorzüge gegenüber einer Universität gegeben wurde, die vor allem in niedrigen Studentenzahlen, intensiver Betreuung und Praxisnähe liegen, erklärte uns der Dekan des Fachbereiches, Herr Prof. Dr.-Ing. Hodapp, viele weitere Details vor allem zu den einzelnen Studiengängen. Im Anschluss daran besuchten wir eine Vorlesung zum Thema Energietechnik. Auch wenn man so aus dem Zusammenhang gerissen nicht alles verstand (immerhin richtete sich die Vorlesung an Studenten im fünften Semester), erkannten wir doch einige Größen und auch Zusammenhänge aus dem Unterricht wieder und konnten dem Erzählten zumindest teilweise folgen. Vor allem aber bot es uns einen guten Eindruck davon, wie Vorlesungen an einer Hochschule ablaufen. Anschließend konnten wir in einem Praktikum, so wie es an dieser Fachhochschule ab dem 4. Semester zu jeder Vorlesung gehört, im Bereich elektrische Antriebe in einem Labor den 16 Studenten bei ihren Messungen über die Schulter sehen und Fragen stellen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa bekamen wir in der einrichtungseigenen Werkstatt von der dortigen Ausbilderin viele verschiedene Gerätschaften wie Fräsen, Drehmaschinen und hochmodernen CAD-Maschinen sowie interessante Projektarbeiten wie einen Tischkicker gezeigt. Zum Abschluss des ersten Tages erhielten wir noch einen Überblick über die Forschungsgebiete und Laboren des Solar-Instituts,  zu deren Projekten auch der Solarturm gehört, wobei u.a. ein 3D-Drucker großen Eindruck hinterließ.

Der zweite Tag startete mit einer Einführung für uns vier in das Simulationsprogramm COMSOL, mit dem komplexe mechanische Gebilde (von einzelnen Bauteilen bis zu ganzen Wolkenkratzern) modelliert und auf ihre Eigenschaften hin untersucht werden können. So können beispielsweise Unglücke wie der Kollaps der Tacoma Narrows Bridge im Vorfeld analysiert und so verhindert werden. Um die so genannte Resonanz, die diesem Unglück zu Grunde liegt, ging es anschließend nach dem Mittagessen auch in der Vorlesung (3. Semester) Elektrotechnik. Hier wurden Phänomene, die und bereits aus dem Unterricht bekannt waren, näher beleuchtet und vertieft, sodass wir dem Ganzen gut folgen konnten.

Praktikum Simulationstechnik

Praktikum Simulationstechnik

Der Morgen unseres letzten Tages begann mit einem Praktikum in Regelungstechnik, in dem wir uns je einer Zweiergruppe Studenten anschlossen und aktiv bei der Aufnahme von Messwerten an den Versuchsständen sowie bei deren Auswertung mithalfen. Es folgte die zum Praktikum passende Vorlesung, in der die theoretischen, an diesem Tag vor allem mathematischen, Grundlagen für die praktischen Arbeiten geschaffen wurden. Hieran an schloss sich ein Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Förster, dem Verantwortlichen des Fachbereiches für Physikingenieurwesen, bei dem dieser sich viel Zeit nahm, uns die FH sowie seinen Studienbereich näher zu bringen. Beim darauf folgenden Mittagessen, welches planmäßig den Abschluss des Schnupperstudiums darstellen sollte, entschlossen wir uns, Frau Schulz im Anschluss spontan noch in eine weitere, auf Englisch gehaltene Vorlesung des Masterstudiengangs Energy-Systems zu begleiten, in welchem es ebenfalls um Regelungstechnik ging.

Insgesamt waren es für uns alle vier wirklich sehr interessante drei Tage, sowohl auf fachliche Inhalte wie auch auf die Erfahrungen bezüglich des Lernens an einer Hochschule bezogen. Allen beteiligten Mitarbeitern der FH und vor allem Frau Schulz gebührt ein großer Dank für die hervorragende Betreuung während dieses Schnupperstudiums.

(Rebecca Rodrigo Q2)