Mädchentutorenprogramm – Physik zum Erleben

2014-02-10 maedchentutorenprogramm

Auch in diesem Jahr rief Frau Vomberg erneut zum Mädchentutorenprogramm auf. Bereits in Klasse 9 wurden wir gefragt, ob wir an diesem Projekt teilnehmen möchten. Bald darauf waren die Rahmenbedingungen geklärt. Das Ziel dieses Projektes besteht darin den Mädchen der fünften Klasse Physik näher zu bringen. Wir möchten ihnen zeigen, dass Physik nicht nur stupides Formel-Lernen und absolut unbrauchbar ist, sondern, dass Physik überall um uns herum ist und vor allem Spaß macht. Der beste Weg, um dieses Ziel zu erreichen schien für uns, die Physik zum Leben zu erwecken.

Aber natürlich brauchten wir auch interessierte Mädchen. Deshalb haben wir alle fünften Klassen besucht und von unserem Vorhaben berichtet. Das Interesse war größer als erwartet. Da es uns wichtig war, uns persönlich mit den Mädchen zu beschäftigen, konnten wir maximal drei Mädchen pro Klasse aufnehmen, deshalb mussten wir zwischen den interessierten Mädchen einer Klasse auslosen. Außerdem war es uns durch die geringe Anzahl der Mädchen von „normalem Unterricht“ wegzukommen. Deshalb bekam jede Mädchengruppe, die aus drei Mädchen aus einer Klasse bestand, ein Mädchen von uns zugeteilt.

Um die Physik zum Leben zu erwecken, wollten wir den Mädchen zuerst einen Einblick in das Thema Raketen ermöglichen. Dafür sahen wir uns zuerst einen Film über Planeten und Raumfahrt an. Das was dort gezeigt wurde, war aber nur ein Vorgeschmack auf das was kommen sollte. Um die Physik der Rakete zum Leben zu erwecken wollten wir diese greifbar machen, deshalb wurden die Mädchen zu einer Ingenieurin für den Bau einer Rakete. Deshalb bauten die, für die Gruppen zugeteilten, Tutoren mit den Gruppen zusammen eine eigen Rakete. Diese besteht aus einer „Papierrakete“, welche auf einen, von einer Klammer verschlossenen, Luftballon geklebt wurde, dieser diente als Antrieb. Mithilfe eines Strohhalms, welcher auf der Papierrakete befestigt wurde, konnte man die Rakete beweglich an einer, zwischen zwei Stühlen gespannter, Schnur befestigen. Wenn man nun die Klammer öffnete, sollte die Rakete, der Physik nach, an der Schnur entlang gleiten. Die ersten Versuche konnten nicht so überzeugen, mit der Zeit jedoch stellten wir fest womit ein Erfolg garantiert ist und so konnte man die letzten Luftballonraketen als richtige Raketen bezeichnen.

Aufgrund des großen Interesses werden wir mit den anderen Mädchen, welche nicht ausgelost wurden, ein weiteres Treffen veranstalten, dieses Mal unter dem Titel Solar-Räder.

Wir bedanken uns für die Teilnahme und das Interesse der anwesenden Mädchen und hoffen, dass es allen teilnehmenden Mädchen gefallen hat-uns jedenfalls hat es sehr viel Spaß gemacht.

Annalena Johnen