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Ehrung durch die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V.

Am 27.01.2015 versammelten sich Jülicher Bürgerinnen und Bürger sowie viele Jugendliche und Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Schulen aus dem Jülicher Umland abends in der Schlosskapelle der Zitadelle. Sie folgten der Einladung der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V., um gemeinsam an den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz in Polen durch die Rote Armee 1945 zu gedenken. Dieser Tag gilt seither als Zeichen der Befreiung der überlebenden Opfer des Holocausts, während dessen circa 6 Millionen Menschen umgebracht wurden.

Ehrung der Q2-Schüler zusammen mit ihrem Lehrer Dirk Neumann [1]

Ehrung der Q2-Schüler zusammen mit ihrem Lehrer Dirk Neumann

Neben dem verstorbenen Publizisten Ralph Giordano wurden unter anderem auch Q2-Schülerinnen und Schüler unserer Schule geehrt, die sich zusammen mit ihrem Lehrer Dirk Neumann ein ganzes Schuljahr im Rahmen ihrer Projektkursthemas „Jülich 1944-1947“ unter anderem auch mit den nationalsozialistischen Verbrechen und der Verfolgung der Menschen jüdischen Glaubens und Andersdenkender im Jülicher Land, Deutschland und Europa auseinander setzten.

Ehrungsurkunde 2015 der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V. [2]

Ehrungsurkunde 2015 der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V.

Die anwesenden drei Schülerinnen und Schüler hatten auch bei der Gedenkveranstaltung am 16.11.14 im PZ mitgewirkt, wo sie aus Zeitzeugenberichten zur Zerstörung Jülichs und zum Wiederaufbau und Leben in der fast vollständig zerstörten Stadt vorlasen.

In der kurzen Dankesrede am 27.01.15 verwies ihr Lehrer Dirk Neumann auf die Bedeutung der Auseinandersetzung mit diesen Themen, die untrennbar miteinander verwoben sind und nicht getrennt voneinander betrachtet werden dürften. Zugleich betonte er, dass die Erinnerung an solchen Tagen nicht zu ritualhaften Ereignissen verkommen dürfe, sondern auch mehr als 70 Jahre später die Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in den Mittelpunkt rücken müsse.

Dirk Neumann