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„Wackelig weiche Materie“ – Forscherteam besucht die Zitadelle

[1]Kurz nach dem Nikolaustag wehte eine er­fri­schende Brise Forschergeist durch den 2. Stock des Institutsgebäudes: Herr Prof. Dr. Aarts (Ox­ford University), Frau Dr. Ripoll und Herr Prof. Dr. Lettinga (beide Forschungszentrum, ICS2/3) be­suchten mit ihrem zehnköpfigen inter­na­ti­o­na­len Team aus Doktorandinnen und Doktoranden die Zitadelle. Die Forscher demonstrierten unse­ren Klassen 9, den Q2-Chemie- und Physik-Grund­kursen und dem Physik-Chemie-Differenzierungskurs der Stufe 8 sechs verblüf­fen­de Experimente und Computersimulationen.

[2]Die großen Themen „Weiche Materie“ und „Komplexe Flüs­sig­keiten“ wurden den Schülerinnen und Schülern handlungs­orien­tiert auf ansprechende, anschauliche Weise näher­ge­bracht. So entdeckte man etwa, wie ein Handy-Display funk­tioniert, oder wie man Material herstellen kann, aus dem kugelsichere Westen produziert werden. Dabei durfte jeder mit anpacken und aus eigener Hand erfahren, wie man mit Polarisationsfiltern umgeht und extrem reißfeste Kunst­stoff­fäden herstellt.

[3]Die begleitenden Lehrkräfte waren nicht nur selbst verblüfft über die Theorien und Experimente, die so nicht in den Lehrplänen der Chemie und Physik auftauchen, sondern freu­ten sich auch sehr z. B. über Versuche zur Brownschen Bewegung oder Polymeren, die den aktuellen eigenen Unterricht bereicherten.

Dass Wissenschaft auch sehr viel Spaß machen kann, wurde besonders an der Lern­station zur speziellen Konsistenz von nicht-newtonschen Flüssigkeiten deutlich. Die beliebte Stärke-Wasser-Mischung wurde mit wachsender Begeisterung und in großen Mengen nicht nur geformt, sondern auch „in Fluss“ gebracht. Für diejenigen, die sich trauten, war der „Stärke-Pool“ eine einmalige Gelegenheit, einmal barfuß über eine Flüs­sigkeit zu laufen.

[4]Wir blicken zurück auf einen ereignisreichen und spannenden Schultag mit Experimenten, durch die wir erfahren durften, dass es auch Materie in besonderen Strukturen zwischen den Aggregatzuständen flüssig und fest gibt. Mit ganz viel Neu­gier und großem Interesse erlebten etwa 150 glückliche Schü­lerinnen und Schüler Forschung aus erster Hand und auch in englischer Sprache.

Unser großer Dank geht an das gesamte Team und seine Leitung, insbesondere an Frau Dr. Ripoll für die gelungene Organisation, sowie an das Schülerlabor „JuLab“ des Forschungszentrums für die Vermittlung des Kontakts. Auf ein Neues!

B. Cremer