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Germans exploring Washington D.C. (mit Fotogalerie)

[1]Da Washington etwa 225 Kilometer von Coll­ings­wood entfernt ist, ging es für uns schon um 6:30 Uhr los. Nach der dreieinhalbstündigen, eher ruhigen Fahrt erreichten wir Washington D.C, die Hauptstadt der USA. Als erstes lernten wir un­se­ren Tourguide kennen, der sich aufgrund sei­nes bunten Regenschirms als „Rainbow Bill“ vorstellte. Unsere erste Sehenswürdigkeit war das Weiße Haus an der 1600 Pennsylvania Avenue. Es besitzt 135 Räume, davon 34 Badezimmer und ist der einzige Regierungssitz weltweit, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Gerade deswegen wird das Weiße Haus durch Zäune und viele Polizeibeamte bewacht. Es war sehr beeindruckend, es mal aus der Nähe zu betrachten, da man es sonst nur aus dem Fernsehen kennt.

Als nächstes besuchten wir das World War 2-Memorial. Dieses besteht aus 48 Säulen, welche für die damaligen 48 Bundesstaaten stehen und durch Seile verbunden sind, welche für die enge Beziehung und Zusammenarbeit zwischen den Staaten stehen. An einer Seite gibt es an einer Wand 4000 goldene Sterne. Jeder Stern steht für 100 Amerikaner, die im Krieg ihr Leben verloren haben. Die Sterne sind hier ein Symbol für Verlust, wohingegen das Wasser des Brunnens in der Mitte die Freude über das Kriegsende symbolisieren soll.

Die nächste Gedenkstätte, die wir besuchten, war den Veteranen des Vietnamkrieges (1955-1975) gewidmet. Dort wurden die Namen der Verstorbenen aufgelistet, und noch heute bringen Angehörige Blumen, Briefe oder Ähnliches, um der Opfer zu gedenken und sie zu würdigen. An diesen Orten war keine Hektik oder das Gefühl einer Großstadt zu spüren, da die Stimmung eher bedrückend und ruhig war.

Auch das Denkmal an Abraham Lincoln, welcher von 1861-1865 als 16. Präsident der Vereinigten Staaten amtierte, besuchten wir. Das im antiken Stil geprägte Monument ist auch auf der One-Cent Münze und dem Five-Dollar Schein abgebildet. Außerdem war dies der Ort, wo Martin Luther King am 28. August 1963 seine bekannte „I have a dream“-Rede hielt.

Zurück im Bus lernten wir, dass die rosafarbenen Cherry Blossom-Bäume, welche viele Straßen Washingtons zieren, ein Geschenk der Japaner als Zeichen der Freundschaft waren. Dann verabschiedete sich „Rainbow Bill“ unter Applaus von uns und wir fuhren zum „Air and Space“-Museum. Dort hatten wir nun eine Stunde Zeit, uns umzuschauen und etwas zu Mittag zu essen. Für die meisten von uns ging es zu McDonalds.

Den Nachmittag verbrachten wir im Kapitol, welches der Sitz des Kongresses der Vereinigten Staaten ist. Nach flughafenähnlichen Sicherheits-Checks schauten wir als erstes einen kurzen Film über die Geschichte, die Entstehung des Senats und des Wahlrechts in den USA. Anschließend bekamen wir eine Führung durch das Kapitol und nähere Informationen zu den sich dort befindlichen Statuen von amerikanischen Politikern, darunter frühere amerikanische Präsidenten. Auffällig stach hier die auf­wändige und eindrucksvolle Architektur des Gebäudes hervor.

Gegen 17 Uhr fand der Ausflug schon sein Ende, da wir noch eine lange Rückfahrt vor uns hatten. Nach einer kurzen Pause, um etwas zu essen, kamen wir schließlich gegen 20:45 Uhr in Collingswood an. Für alle endete hier ein anstrengender Tag mit vielen Eindrücken und neuen Erfahrungen.

Amelie Pasel