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Germans tour Camden and USS New Jersey (mit Fotogalerie)

[1]Heute ging es nach Camden, um dort unter an­derem das Schlachtschiff New Jersey zu be­such­en, welches heutzutage ein Museum ist. Als wir mit dem Bus dort ankamen, sah man die gewal­tigen Dimensionen des Schlachtschiffes, welches zu den längsten der Welt zählt. Schon am Park­platz befanden sich einzelne Projektile, wel­che auf die gewaltigen Geschütze des Schiffes hindeu­te­ten.

Nach Ankunft erhielten wir eine Führung durch das Schiff. Zuerst haben wir die Mann­schaftsräume besichtigt, in denen sie geschlafen und gelebt haben. Dabei fiel besonders auf, wie klein der Platz eines einzigen Matrosen an Bord war und auf wie vielen Ebenen die Matrosen verteilt waren. Zudem gibt es nicht nur das Grunddeck, sondern noch sieben weitere darunterliegende Decks, die je nach militärischem Rang aufgeteilt waren.

Unten schliefen die Matrosen, weiter oben die Leutnants, und die größte Kabine hatte der Kapitän, obwohl er diese nur benutzte, wenn das Schiff im Hafen lag. Andernfalls nutzte er ein Zimmer, welches sich direkt hinter der Brücke befand.

Anschließend sahen wir die Hauptgeschütze des Schiffes von außen und gingen in die Offiziersmesse. Diese konnte im Notfall zu einer Krankenstation umfunktioniert werden. Dann sahen wir noch das Schlafzimmer des Kapitäns, welches das luxuriöseste im ganzen Schiff war. Für die zusätzliche Sicherheit des Kapitäns sorgten seine Leib­wächter, die US-Marines. Außerdem konnte er 24 Stunden am Tag seinen eigenen Leibkoch rufen und auch sonst im Notfall klingeln.

Danach ging es ins Lagezentrum, welches die Zentrale aus den 60iger bis 80iger Jahren enthielt. Dort sahen wir die Vorläufer der heutigen Computer und Kilometer von Kabeln, die sich auch noch durch das gesamte Schiff zogen. Hier befinden sich auch die Feuerleitsysteme für die zahlreichen Raketen des Schiffes wie auch für die Geschütze. Dann konnten wir draußen sehen, wo sich früher einmal die Sekundärbewaffnung des Schiffes befunden hatte. Hier sind jetzt nur noch Stahlplatten zu sehen, auf denen sich früher ein Pool befunden hat, der angeblich auf Anweisung des Kapitäns dort installiert wurde. Danach ging es zum höchsten Punkt des Schiffes, der Kommandobrücke, von wo aus man den gesamten vorderen Teil des Schiffes überblicken konnte bzw. von wo das Schiff aus gesteuert wurde.

Hier war auch das Schlafzimmer direkt hinter der Brücke zu sehen, welches während des Einsatzes dem Kapitän vorbehalten war. Wenn sich etwas Wichtiges auf dem Schiff ereignete, konnte er sofort zur Stelle sein und eingreifen. Der interessanteste Teil der Brücke war hierbei aber immer noch die Metallkuppel im Innern, die wie ein Ein-Mann-Bunker fungierte. Um sie herum befand sich eine fast 0.5 m dicke Stahlpanzerung, wel­che die Brücke vor jeglichen Granaten der Angreifer schützte. Im Inneren wurde das gesamte Schiff von Seeleuten gesteuert, ohne jegliche Sicht nach außen, außer durch entsprechende Seeschlitze. Somit konnte das Schiff selbst bei einem Volltreffer auf der Brücke weiter gesteuert werden.

Das Schiff verfügt sowohl über herkömmliche Artillerie als auch über Raketen, die andere Raketen und Flugzeuge abwehren können und zudem zur Bekämpfung von Landzielen genutzt wurden. Besonders auffällig waren dabei die Gatling-Guns, welche bis 3000 Schuss pro Minute verschießen konnten und die Tomahawk-Raketen, welche eine Reich­weite von bis zu 1500 Kilometer besitzen. Es gab außerdem zahlreiche Störsysteme, um heranfliegende Raketen vom Ziel abzubringen. Schlussendlich durften wir noch einen Blick in die Geschütztürme werfen, bevor es dann für alle zum Bus zurück ging.

Jonas Mingers