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Erfolge an der Zitadelle beim Team-Mathewettbewerb Bolyai

[1]Am Anfang: Stille. Man könnte eine Stecknadel fallen hören. Im Laufe der 60-minütigen Arbeits­zeit wird dagegen die Anspannung der Schü­lerinnen und Schüler fast spürbar, die in kleinen Gruppen auf mehreren Räumen verteilt mit Hoch­druck an den kniffeligen Aufgaben des Mathe-Wettbewerbs Bolyai arbeiten. Denn anders als bei den „typischen“ Mathewettbewerben wie der Mathe-Olympiade oder dem beliebten Känguru-Wettbewerb stellen sich bei diesem Wettbewerb die Schülerinnen und Schülern in kleinen Gruppen der bundesdeutschen und internationalen Konkurrenz.

Wie der Name andeutet, hat der Wettbewerb ungarische Wurzeln. Vor 15 Jahren wurde er an einem Budapester Gymnasium von einer Hand voll Lehrern ins Leben gerufen. Mittlerweile erfreut er sich international großer Beliebtheit und kann eine wachsende Anzahl von Fans verzeichnen – im letzten Schuljahr nahmen allein in Deutschland ca. 19 000 Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern daran teil.

Das Gymnasium Zitadelle nahm mittlerweile schon zum vierten Mal an diesem Wett­bewerb teil, der nunmehr zu einer festen Institution geworden ist. „Sonst macht mir Mathe nicht immer Spaß. Beim Bolyai finde ich es aber toll, dass man sich gegenseitig helfen und Ideen austauschen kann“, so das Fazit eines Schülers der achten Jahr­gangsstufe, der damit einen wichtigen Punkt anspricht. Denn neben der Begeisterung für das Fach Mathematik steht für das Gymnasium Zitadelle auch das Stärken des Zusammenarbeitens im Mittelpunkt – eine Fähigkeit, die auch im späteren Berufsalltag von zentraler Bedeutung ist. „Obwohl wir uns als Gruppe beraten dürfen, würden wir die Aufgaben in der Zeit gar nicht schaffen, wenn nicht jeder seinen Beitrag leistet“. Auch dieses Schülerzitat zeigt einen wesentlichen Aspekt, den die Schülerinnen auch bei diesem Wettbewerb erfahren können: Teamwork ist nur dann erfolgreich, wenn alle dazu beitragen.

Das war ganz offensichtlich der Fall, denn insgesamt sieben Teams der Jahrgangsstufen sieben bis neun konnten sich bezogen auf die Konkurrenz von jeweils etwa 250 Teams aus ganz NRW unter den Top 20 platzieren. Zu dieser tollen Leistung gratulierte heute Schulleiterin Dr. Edith Körver den Schülerinnen und Schülern in Anwesenheit der für den Wettbewerb verantwortlichen Lehrkraft Dr. Astrid Wille. „Ich bin stolz darauf, dass Ihr es trotz zahlreicher Klassenarbeiten und Tests im Januar geschafft habt, Zeit für diesen Mathe-Wettbewerb zu finden und dabei so hervorragende Ergebnisse zu erzielen – dafür sollte eine Taschengelderhöhung drin sein“, so die Begrüßungsworte der Schulleiterin. Drücken wir die Daumen, dass die Schülerinnen und Schülern bei den Ta­schen­geldverhandlungen genauso erfolgreich sind wie beim Wettbewerb selbst.

„Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit ist ein ganz zentraler Wert unseres Lebens“ – dieser Leitspruch des Bolyai-Wettbewerbs wird auch am Gymnasium großgeschrieben, und wir freuen uns, dass er sich für die Schülerinnen und Schüler beim Bolyai-Wettbewerb auch direkt ausgezahlt hat.

Dr. Astrid Wille