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Freudiges Wiedersehen in der Corona-Krise

[1]Erste „Orchesterprobe“ in kulturarmen Zeiten
Sie haben es nicht verlernt in der kulturellen Qua­ran­täne der Corona-Krise: Als sich die Mitglieder des Schulorchesters des Gymnasiums Zitadelle am 16. Juni nach drei Monaten zum ersten Mal wieder zusammensetzten und ihr Lieblingsstück intonierten, war der Walzer von Dmitri Schosta­kowitsch deutlich wiederzuerkennen. Das PZ als Proberaum und die vorgeschriebenen Abstände zwischen den Musikern zeigten zwar, dass von einem Normalzustand noch kaum die Rede sein kann. Aber die Freude, sich nach langer Abstinenz wenigstens wieder sehen und miteinander sprechen und musizieren zu können, ließ jeden trüben Gedanken rasch verfliegen. Zumal die Hoffnung greifbar ist, dass sich die Verhältnisse weiter verbessern werden und wenigstens das Winterkonzert stattfinden dürfte.

Dass unser Probenwochenende und das damit verbundene Sommerkonzert ersatzlos ausfallen mussten, war umso schmerzlicher, da wir uns in diesem Jahr von drei Abi­turienten trennen müssen, die dem Orchester viele Jahre lang treu und engagiert verbunden waren. Henrike Wille, unsere „Konzertmeisterin“, spielt nicht nur hervorragend Geige, sie übernahm auch wichtige Aufgaben in den Proben und der Organisation. Shannon Schmidt sorgte mit ihrem Saxophon für ein besonderes klangliches Kolorit, transponierte unermüdlich Bläsernoten und verbreitete stets gute Stimmung. Lorenz Wenzl führte mit seiner Ruhe unsere vierköpfige Pianisten- und Keyboardgruppe an, trat als Solist hervor und verlieh vor allem unseren Musical- und Film-Medleys eine sichere Grundlage.

Alle drei erhielten einige Abschieds- und Erinnerungsgeschenke, verbunden mit der Versicherung, jederzeit an der Zitadelle und im Orchester als Gast willkommen zu sein. Bernhard Wille steuerte Getränke und einige Snacks bei, die den auch durch die zeitliche Zäsur nicht erschütterten Zusammenhalt unseres Orchesters noch zusätzlich festigten. Wir freuen uns alle auf die neue Proben-Phase nach den Ferien und wünschen unseren Abiturienten alles Gute für Ihre Zukunft.

Pedro Obiera