> Aktivitäten > Projekte > frühere Projekte > Neutron > Neutronenstreuung > Welle-Teilchen-Dualismus
Welle-Teilchen Dualismus Welle-Teilchen-Dualismus

Das Neutron als Teilchen und Welle

Wenn man mit Neutronen auf eine Kristallstruktur schießt, erhält man ein Interferenzmuster. Geht man davon aus, dass Neutronen ausschließlich Teilchencharakter besitzen, kann man diesen Effekt nach klassischen Vorstellungen nicht erklären. Im Jahre 1923 postulierte Louis De-Broglie eine Theorie, nach der Elektronen, bis dahin nur als Teilchen angesehen, in bestimmten Situationen Welleneigenschaften aufweisen. Zu dieser Überzeugung kam er, nachdem Einstein den Photoeffekt durch die Teilcheneigenschaften des Lichtes erklärte. De-Broglie vermutete deshalb: Wenn Lichtwellen als Teilchen auftreten können, haben Elektronen auch Wellencharakter.
Er nannte dieses Phänomen "Materiewellen". Diese Erkenntnis läst sich analog auch auf andere Masseteilchen, wie zum Beispiel die Neutronen, übertragen. De-Broglie stellte folgende Gleichung für die Wellenlänge der Materiewellen auf:
lambda=h/p
mit dem Plankschen Wirkungsquantum: h=6,6260755*10-34Js
und dem Impuls des Teilchens: p=m·v;

Analog gilt für Photonen:p=m·c=E·c/c2=h·f/c=h/λ, also p=h/λ