Projekte in Brasilien

Der Erlös aus dem Weihnachtsbasar kommt zu gleichen Teilen zwei Projekten in Brasilien zugute:

  • Traum der Aline
  • St. Antons Kinder- und Jugendzentrum
Traum der Aline

Wie mit der Goretti-Aktion in Aldenhoven wird die Arbeit der ehemaligen Aldenhovener Kindergärtnerin und Ordensschwester Maria Goretti und der Schwester Bonaventura in den Favelas der Millionenstadt Sao Luis in ihrem Projekt „Traum der Aline” unterstützt.

In einem Elendsviertel (Favelas) müssen sich 7 – 8 Personen eine kleine Hütte ohne fließendes Wasser und ohne Kanalanschluss teilen. Die vorliegende räumliche Enge und die Sorge um die tägliche Ernährung der Familie erhöhen die Aggressionsbereitschaft der Männer, die sie zuallererst an ihren Frauen auslassen. Väter und Söhne haben nicht gelernt Konflikte in Gesprächen auszutragen. Die Opfer sind Frauen und Mädchen, die zudem zur Prostitution gezwungen werden. Jungen Mädchen, die in einer solchen von Gewalt geprägten Atmosphäre groß werden, gilt es zu helfen und durch Bildung und Ausbildung Hoffnung auf ein menschenwürdiges Dasein zu wecken.

Ein Auszug aus einem Brief an unsere Schule, in dem die Mädchen selbst ihre Gedanken niederschreiben konnten:

„Ich heiße Jaysiane, bin 12 Jahre alt. Bevor ich ins Projekt kam, war ich ein Straßenmädchen, vagabundierte herum, schwänzte die Schule, stahl und war eine große Sorge für meine Mutter Gott sei Dank kam ich 2004 ins Projekt Aline. Heute weiß ich, dass mein Leben wertvoll ist, dass ich geliebt werde. In den Werkstätten habe ich Dinge gelernt, wovon die Straße mir nie ein Angebot machte. Heute habe ich keine Läuse mehr, dusche jeden Tag im Projekt, kenne Tischmanieren und werde satt. “
 

St. Antons Kinder- und Jugendzentrum

“Im Jahr 1998 bekam AIDA e.V. in Tanguá im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro ein Grundstück geschenkt, um es zum Wohle bedürftiger Kinder zu nutzen. Dies war der Anfang von St. Antons Kinder- und Jugendzentrum.

Durch den unermüdlichen Einsatz des Gründers von AIDA e.V., Pater Heribert Kloos CSSp, ist trotz anfänglicher Schwierigkeiten vieles geschehen.

In drei von fünf Häusern leben jeweils bis zu zehn Kinder mit ihren Sozialeltern. In einem Haus betreuen zwei Sozialmütter die älteren Mädchen. Insgesamt können bis zu 50 Kinder aufgenommen werden, die der zuständige Jugendrichter zuweist.

Das zentral gelegene „Casa de Madeira“ (Holzhaus) mit seiner Küche und dem Speiseraum dient dem gemeinsamen Mittagessen und als Fest und Versammlungssaal. Meist ist es erfüllt von fröhlichem Kinderlachen. Die Räume in der ersten Etage nutzt die Psychologin für Einzelgespräche mit Kindern. Außerdem ist hier eine Bücherei untergebracht.

Das Bildungs-, Schwestern- und Gästehaus, im zweiten Halbjahr 2008 fertig gestellt, bietet ausreichend Platz für Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfeunterricht, Aus- und Weiterbildungskurse, Büros und für die Unterbringung von Gästen.

Seit einiger Zeit gibt es einen Kindergarten, der auch von Kindern aus der Nachbarschaft besucht wird. Auch dies trägt zu einer Einbindung des Kinder- und Jugendzentrums in seine Umgebung bei.”(s. http://www.aida-ev.net/)