Siegerinnen des Brigitte-Gilles-Preis 2009

Die RWTH Aachen verleiht am 29.01.2010 den mit 2.500 Euro dotierten Brigitte-Gilles-Preis, der den Namen der ersten Frauenbeauftragten der Hochschule, Frau Professor Brigitte Gilles, trägt, an die Entwicklerinnen eines neuen Tutorenprogramms an unserer Schule.
Das “TUTORENPROGRAMM VON MÄDCHEN (KLASSE 10) FÜR MÄDCHEN (KLASSE 6) IN DEN NATURWISSENSCHAFTEN” wurde entwickelt von
LAURA BRÖKER (10 D), LUCIE NOLDEN (10 C), ANGELIQUE STEFFENS (10 E) und SABINE THIEL (10 B) unter der Leitung von FRAU VOMBERG.
Die Idee zu diesem Tutorenprogramm entstand nach der Durchführung des Girls’ Day 2009. Der Differenzierungskurs Physik/Chemie der Jahrgangsstufe 9 hat für die Mädchen der Klassen 5 und 6 einen Girls’ Day organisiert. Dieser Tag fand unter dem Titel “Physik ist überall” statt. Für die Mädchen der Unterstufen waren Versuche zu ausgewählten Bereichen der Physik, Druck, Elektrizität und Astronomie, bereitgestellt worden, die sie eigenständig durchführen konnten. An diesem Tag nahmen 53 Mädchen daran teil.
Ausgehend von der Begeisterung der Mädchen entwickelten die oben genannten Schülerinnen die Idee des Tutorenprogramms.
Diese Schülerinnen werden in diesem Schuljahr Schülerinnen der Klasse 5 im Bereich der Naturwissenschaften begleiten, wofür ein eigenständig entwickeltes Tutorenprogramm organisiert wurde.
Das Konzept ist wie folgt gestaltet:
Die Schülerinnen (Klasse 5) werden mit dem Girls’ Day in das Tutorenprogramm eingeführt. Der Ablauf des Girls’ Day steht unter dem Titel “Physik ist überall”.
Schülerinnen, die an dem Tutorenprogramm teilnehmen möchten, melden sich bei “Tandem Kids” der RWTH Aachen an. Es findet eine Einführung durch Herrn Lämmerhirt (Projektkoordinator TANDEMkids, RWTH) statt, wobei die Tutoren behilflich sein werden.
Auf Grund der Tatsache, dass “Tandem Kids” online geführt wird, gibt es eine Einführung in das World Wide Web. Daneben werden weitere nützliche PC-Programme durch die Tutoren erklärt, um von den Mädchen der Klasse 5 angewendet zu werden.
Um berufliche Einblicke in dem Bereich der MINT-Fächer zu gewinnen, gibt es Vorträge von ausgewählten Wissenschaftlern oder Berufstätigen, die durch Filmbeiträge unterstützt werden.
Durch außerschulische Lernorte, wie z. B. interaktive Museen oder das Forschungszentrum, werden den Schülerinnen die MINT-Fächer praktisch nähergebracht.
Die oben genannten Tutoren lernen neue Tutoren an, die sich für ein Jahr verpflichten, das Tutorenprogramm weiterzuführen. Die neuen Tutoren werden erneut Schülerinnen der Klasse 5 für ein Jahr begleiten.
Dieses Tutorenprogramm verfolgt zwei wichtige Aspekte. Zum einen wird Schülerinnen der Sekundarstufe I der Zugang zu den Naturwissenschaften eröffnet. Sie erhalten Einblicke in verschiedene Bereiche dieser Naturwissenschaften, damit ihr Interesse schon früh für die MINT-Fächer geweckt und gefördert wird. Zum anderen werden die Tutoren selbst in der Vermittlung der MINT-Fächer gestärkt. Sie können auf ihre eigenen Erfahrung zurückgreifen und diese weitergeben. Durch dieses Tutorenprogramm werden auch ihre eigenen Berufsvorstellungen erweitert.
Das Tutorenprogramm wird jeweils mit dem Girls’ Day gestartet und mit jeder Durchführung durch neue Tutoren und Mädchen individuell akzentuiert. Durch diese Akzentuierung kann ein Netzwerk aufgebaut werden, welches sowohl für die teilnehmenden Mädchen als auch für die Tutoren hilfreich sein wird. Es wird im Hinblick auf den Beruf von Bedeutung sein, wenn es beim Austausch von Erfahrungen, bei Praktikaempfehlungen oder der Studienberatung genutzt wird oder auch schon früher, nämlich bei der Bearbeitung der Facharbeit oder beim Abitur.
Das Ziel dieses Tutorenprogramms ist es, das Interesse von Mädchen für die MINT-Fächer zu wecken und sie nachhaltig zu begeistern. Dieses Ziel wird durch die Vermittlung von Mädchen (Klasse 10) für Mädchen (Klasse 6) in den Naturwissenschaften erreicht.
Ellen Vomberg



