Flussnetzwerk Rur

Flussnetzwerk Rur ist eines der “Flussnetzwerke NRW“, das nach dem erfolgreichen Vorbild, dem Modellprojekt “Lebensraum Ruhr”, 2006 gestartet wurde. Schulen, die sich intensiv mit einem schulnahen Gewässer beschäftigen möchten, haben bei diesem Projekt die Möglichkeit ihre Untersuchungsergebnisse ins Internet zu stellen. Träger des Projektes ist die Natur- und Umweltschutzakademie des Landes NRW (NUA).

Da alle Schulen die Zugang zur Rur haben, sich ebenfalls an diesem vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW geförderten Projekt beteiligen können, werden zahlreiche biologische und chemische Untersuchungsdaten im Verlauf der Rur zusammengetragen. Die Gewässergüte und Strukturgüte werden nach Eingabe in die Online-Datenbank für den jeweiligen Bereich ausgewertet und eine Gewässergütekarte der Rur kann von Schülern erstellt werden. Schüler bekommen so einen Überblick über das gesamte Gewässer.

Die Schüler des Gymnasiums haben zwei Untersuchungsstellen ausgesucht.

Die Umwelt-AG Wasserschulgarten sammelt einmal im Jahr am Flusskilometer 59,225 Daten, um die Gewässer- und Strukturgüte zu bestimmen. Dieser Bereich stößt bei den Schülern auf doppeltes Interesse. Einerseits lernen sie die Lebenswelt in einem fließenden Gewässer im Vergleich zum Teich kennen und andererseits bekommen sie Aufschluss über die Gewässerqualität des Rurwassers, das über ein Bewässerungssystem von dieser Flussstelle an über einen Kanal in den Brückenkopfweiher und damit in den Teich des Wasserschulgartens eingeleitet wird.

Biologie-Oberstufenkurse haben im Bereich des Brückenkopf-Parkes Jülich – Flusskilometer 58,325 – die Rur hinsichtlich ihrer Strukturgüte untersucht. Dieser zentrumsnahe Bereich hat das Interesse der Schüler geweckt, da hier ein längerer Flussabschnitt 1997 – 1998 im Zuge der Landesgartenschau Jülich renaturiert wurde und sich die Flusslandschaft durch wechselnde Wasserstände immer wieder verändert.