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Die Schulleiter der »Allgemeinen Höheren Stadtschule« in Jülich von 1850 – 1862

von Dr. Peter Nieveler

Die Geschichte des modernen Jülicher Gymnasiums beginnt – so darf, ja so muss man sagen – recht eigentlich mit Joseph Kuhl, der am 18. August 1862 von der Jülicher Stadtverordneten-Versammlung in das Amt des Rektors der Jülicher »Allgemeinen Höheren Stadtschule« gewählt wurde, die am 06. Oktober 1862 durch ministeriellen Erlass »Progymnasium« wurde mit dem Recht, das Zeugnis des »Einjährigen« auszustellen, das zum freiwilligen einjährigen Militärdienst berechtigte.

Aber auch vor Kuhl gab es in Jülich eifrige Bemühungen um ein Gymnasium. Auf Grund der Bestimmungen des Wiener Kongresses, auf dem Europa unter die Siegermächte über Napoleon und Frankreich neu aufgeteilt wurde, fiel das bisher zum französischen Staat gehörende Rheinland am 05. April 1815 an Preußen. Jülich wurde Kreisstadt und Sitz des preußischen Landrates.

Das höhere Schulwesen war in Preußen in eine niedere, eine mittlere und eine höhere Bildungsstufe eingeteilt. Die Schultypen erhielten die Namen »Allgemeine Stadtschule«, »Allgemeine höhere Stadtschule« und »Gymnasium«. Die »Allgemeine Stadtschule« umfasste drei Jahre in zwei Klassen und sollte die Schüler befähigen, „ein Handwerk, eine Kunst oder ein anderes Fach der bürgerlichen Tätigkeit niederer Art mit einer freieren Art…zu ergreifen“. Die »Allgemeine höhere Stadtschule« sollte ihren Schülern „einen freieren Spielraum für (ihre) geistigen Kräfte“ gewähren, sie auf einen praktischen Beruf vorbereiten oder sie befähigen, in die oberen Klassen eines Gymnasiums einzutreten. Das Gymnasium schließlich war als Vorbereitung für ein Universitätsstudium gedacht und umfasste zehn Jahre.

Wegen seiner alten jesuitischen Tradition einer höheren Schule hoffte Jülich auf ein Gymnasium, bekam aber nur eine »Allgemeine Stadtschule«, die dem die Stadt umgebenden ländlichen Milieu entsprechen sollte. Von Anfang an litt die Schule unter den für eine Allgemeine Stadtschule zu hohen Anforderungen mit zum Beispiel zwei Fremdsprachen in der ersten Klasse und den Ansprüchen der Jülicher Beamten, höheren Angestellten und Offiziere, die für ihre Söhne dringend eine »bessere« Schule wünschten. So brachte es die Anstalt während der folgenden zwanzig Jahre nie zu einer sie auch finanziell tragenden Schülerzahl und wurde auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im April 1850 eingestellt.

Damit wurde allerdings nicht der Wunsch nach einer allen Ansprüchen der Bevölkerung entsprechenden höheren Schule in Jülich aufgegeben. Vielmehr bemühte man sich intensiv um eine klare und den Wünschen der Bevölkerung entsprechenden Festlegung des Schultyps. Die Frage lautete: Sollte es in Jülich ein Progymnasium altsprachlichen Typs oder eine Realschule mit neueren Sprachen und naturwissenschaftlichen Fächern geben? Die Bezirksregierung in Aachen bevorzugte den Typ der Realschule; Jülich richtete aber eine »Allgemeine höhere Stadtschule« mit progymnasialem Charakter unter verstärkter Berücksichtigung der Realfächer ein. Die zukünftigen Möglichkeiten dieser am 15. Oktober 1850 eröffneten Schule hingen – und darüber war man sich im Klaren – an der Persönlichkeit eines gut ausgebildeten Schulleiters und daran, ob es in den nächsten Jahren möglich werden könnte, die Schule als ein Progymnasium durchzusetzen, das sie zwar dem Wortlaut des Gesetzes nach nicht war, dem Sinne nach aber sein sollte und wollte. Das Ziel des Schultys wurde 1862 erreicht, und in der Zwischenzeit hatte man zweimal Glück mit dem Schulleiter, dessen Aufgabe es neben denen als Lehrer auch war, den Unterricht in allen Fächern und bei allen Lehrern zu beaufsichtigen und zu beurteilen.

Schon seit 1840 gab es ein Kuratorium, das die Anstalt geschäftlich leiten und pädagogisch auf Kurs halten sollte. Ihm gehörten neben dem Bürgermeister und den beiden ersten Geistlichen der großen Konfessionen noch zwei Vertreter der Bürgerschaft, nicht aber der Schulleiter an. Diesem Übelstand wurde trotz dauernden Drängens des Lehrerkollegiums erst zu Beginn des Schuljahres 1857/58 abgeholfen. Der Schulleiter gehörte nun dem Kuratorium an. Die Bürgerschaft stellte nur noch ein Mitglied.

1850-1854: Dr. Rudolf Wolter

Erster Leiter dieser neuen Jülicher höheren Schule wurde der erst fünfundzwanzig Jahre alte katholische Geistliche Dr. Rudolf Wolter. Er war am 04. Juni 1825 in Bonn als Sohn der finanziell gut gestellten Eheleute Lorenz und Elisabeth Wolter geboren. Lorenz Wolter hatte eine Brauerei betrieben, konnte es sich aber erlauben, diese zu Gunsten der Erziehung seiner Kinder aufzugeben. Als Rudolf Wolter nach Jülich kam, wusste noch niemand, dass er zu einem der bedeutendsten katholischen Geistlichen des 19. Jahrhunderts werden sollte.
Seine Mutter, die aus Wetzlar stammte, war evangelisch, versprach aber bei der Hochzeit, wie es die katholische Kirche verlangte, die Kinder im katholischen Glauben zu erziehen. Sie tat das in erstaunlicher Weise. Fünf ihrer zwölf das Kleinkindalter überlebenden sieben Söhne wurden Geistliche. Drei von ihnen traten dem Benediktiner-Orden und einer dem Orden der Jesuiten bei, einer wurde Weltgeistlicher. Von fünf Töchtern wurde eine Ordensschwester. Elisabeth Wolters selbst konvertierte – eigentlich nur folgerichtig – 1852 zum Katholizismus. Das geschah in Aldenhoven bei dem ihr wohl bekannten Pfarrer Blanchard vor dem Gnadenbild. Einige Tage später empfing sie in der Jülicher Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt aus der Hand ihres Sohnes Rudolf die erste heilige Kommunion.

Die Familie Wolter gehörte zum so genannten Bürgertum – mit sicher konservativem Hintergrund. Die Erziehung vor allem durch den Vater war wohl streng zu nennen, und er bemühte sich, seinen Söhnen die Wege zu zeigen, die er für die allein richtigen hielt. Diese war zuerst einmal immer katholisch, besonders im Rheinland in den Zeiten der »Kölner Wirren«, in der Mitte der dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts, als der Kölner Erzbischof festgenommen wurde, weil er sich nicht mehr an Absprachen seines Vorgängers mit dem preußischen Staat halten wollte, die er für unkatholisch hielt. Nicht einverstanden war der Vater allerdings damit, dass seine Söhne, einer nach dem anderen, ins Kloster eintraten. Er hatte sich von ihnen wohl eine glanzvolle Karriere in der Weltkirche erhofft. Aber besonders Rudolf wird in seinem Beruf als Schulleiter in Jülich und Aachen und auch in zaghaften politischen und theologischen Übungen schon etwas von der Gefahr der Welt erkannt haben, als er sich in die Ruhe des Klosterlebens berufen fühlte, wohl auch, weil er während seines ganzen Lebens mit depressiven Stimmungen zu kämpfen hatte.

Von 1836 bis 1844 besuchte Rudolf Wolter das Gymnasium in Bonn, das er mit sehr gutem Erfolg abschloss. Danach studierte er in Bonn Theologie, Philosophie und Philologie. Schon früh hatte der Vater das Weltverständnis seiner Söhne durch Reisen ausgeweitet. Er fuhr mit ihnen in die Schweiz und bot ihnen auch das Theater in Deutschland als Bildungsmöglichkeit an. Später kam Rudolf Wolter zweimal nach England und einmal nach Frankreich. Dadurch, dass im Hause Wolter in Bonn englische Studenten während ihrer Studienzeit logierten, erlernte Rudolf die englische Sprache perfekt, und mit der französischen war es kaum anders.

1849 wurde R. Wolter mit dreiundzwanzig Jahren und einer Arbeit zu Aristoteles mit dem Titel »De spatio et tempore« – »Über Raum und Zeit« zum Dr. phil. promoviert und erhielt Rufe nach Breslau und Oxford, die er aber ablehnte, weil er 1850 in das Priesterseminar in Köln eintrat und im Kölner Dom am 03. September 1850 von Weihbischof Baudri zum Priester geweiht wurde.

Seine allererste Stelle war die des Schulleiters in Jülich. Dass er nebenbei auch Dienst tat in der Seelsorge, und zwar im »Klösterchen« der Elisabetherinnen an der Ecke Grünstraße/Raderstraße in Jülich, war von Kuratorium und Stadtrat gewollt, konnte sich Wolter doch so etwas zu seinem Schulleitergehalt dazu- verdienen – oder besser: konnte die Stadt doch so etwas am Gehalt des Schulleiters sparen. Da er in der Grünstraße 1 nahe an der Kleinen Rurstraße eine Wohnung bezog, lebte er mitten in seinem Wirkungsbereich zwischen dem Klösterchen und der Schule am Markt. Einer Aufforderung der Regierung, die »Philologische Staatsprüfung für das Lehramt an Höheren Schulen« abzulegen, kam Wolter umgehend nach und bestand diese 1852 in Münster. In ihm hatte die Schule erstmals einen voll ausgebildeten Lehrer und Leiter ihrer höheren Schule. Nachteilig war und blieb allerdings, dass alle Lehrer außer dem Rektor aus der alten Schule übernommen wurden, obwohl sie die wissenschaftliche und pädagogische Befähigung nicht besaßen. Diese Tatsache wurde auch von der Regierung so stark bemängelt, dass man der Schule nicht den Titel eines Progymnasiums verleihen wollte.

Im Kuratorium der Schule, dem mit dem Bürgermeister Jungbluth und dem Justizrat und Notar Ludwig Scheuer eher liberale Geister angehörten, hatte Wolter keinen leichten Stand, setzte aber schon am 12. Oktober 1850 seine Ansichten von den Aufgaben eines Schulleiters durch, wie er in seinem Tagebuch notiert.

Qualität und Schülerzahl der Anstalt wuchsen unter R. Wolter von Halbjahr zu Halbjahr. Begonnen hatte er mit achtunddreißig Schülern. Nach zwei Jahren waren es schon achtzig, obwohl für die meisten Unterrichtsfächer die Wochenstundenzahl gekürzt und Klassen zusammengelegt werden mussten, weil zu wenig Lehrer da waren. Wolter scheint ein ausgezeichneter Lehrer mit modernstem pädagogischem Konzept gewesen zu sein. Nach mehreren Jahren der Tätigkeit als Lehrer sagte er von sich vor der Lehrerkonferenz nicht ohne Stolz: „Ich habe noch keinen Schüler bestraft.“ Der 1840 in Jülich geborene Antonius Kardinal Fischer, Erzbischof von Köln, erlebte Wolters als Zehnjähriger im Religionsunterricht und war noch vierzig Jahre später begeistert. In seinem Beileidsschreiben zum Tode von Rudolf Wolter im Jahre 1890 schrieb er: „Niemals werde ich den Religionsunterricht vergessen…Noch heute ist er tief in mein Herz eingeprägt.“

Wahrscheinlich war Wolter für Jülich zu gut oder die Stadt für ihn zu klein. Jedenfalls übernahm er Ostern 1854 die Schule des Domstifts in Aachen und wurde mit Begeisterung aufgenommen.

Aber seine Ziele waren ganz andere. 1856 wurde er in Rom im Kloster St. Paul vor den Mauern Benediktiner und gründete mit seinem Bruder Ernst, der schon vor ihm Benediktiner geworden war, 1862/63 das Bendiktinerpriorat in Beuron. Die beiden Brüder übernahmen das seit mindestens 1077 als Augustiner-Chorherren-Stift bestehende und im 18. Jahrhundert in den Formen des Barock neu erbaute Kloster Beuron, das 1803 säkularisiert und in den Besitz der Familie Hohenzollern-Sigmaringen übergegangen war, als Geschenk der Fürstin Katharina von Hohenzollern, die sie in Rom kennen gelernt hatten.

Rudolft Wolter hatte den Klosternamen Maurus angenommen. 1868 wurde er Abt und 1884 Erzabt der »Beuroner Benediktiner Kongregation«, der deutsch-österreichischen Abteilung der weltweiten Benediktiner Konföderation. Heute gehören dazu acht Männer- und acht Frauenklöster – unter anderen Maria Laach in der Eifel. Hätten die Mönche nicht von 1875 bis 1887 Beuron im Kulturkampf wieder verlassen müssen, wären wahrscheinlich unter Abt Maurus Wolter noch weitere Niederlassungen entstanden. Beuron selbst wurde bekannt und ist es heute noch durch die so genannte „Beuroner Kunst“ und durch Pater Anselm Schott, der seit 1884 sein »Messbuch für Laien« herausgab, das bis heute in vielen Auflagen durch die katholische Liturgie des Jahres führt. »Der Schott« wurde zum Synonym für ein solches Messbuch. Das Institut »Vetus Latina« ist die wichtigste wissenschaftliche Stelle für die vorlateinische griechische Bibel, die in Beuron bearbeitet wird.

Im Kulturkampf hatte die katholische Kirche mit dem Papst versucht, gegenüber dem preußischen Staat alte Rechte zurückzuerobern und neue dazuzugewinnen. Preußen unter Bismarck wehrte sich mit allen Mitteln staatlicher Macht und Gewalt: Der Jesuitenorden wurde verboten, Klöster wurden aufgelöst, Geistliche durften nicht predigen, freie Priester-Stellen wurden nicht neu besetzt und Bischöfe wurden hinter Schloss und Riegel gebracht. Der Erfolg war für beide Seiten gering, der Aufwand dagegen irrwitzig. Das von Maurus Wolter gegründete Kloster aber blühte weiter, obwohl die Benediktiner zwischen 1873 und 1885 vertrieben waren. Als er am 08. Juli 1890 starb, war ein gewaltiges Werk vollendet, das sich nicht nur auf den Ausbau des Klosters und der Tochtergründungen bezog, sondern auch auf Kunst und Wissenschaft im kirchlichen Raum.
Er hinterließ auch ein großes schriftstellerisches Werk. Neben seiner Dissertation und einer Menge von Aufsätzen beschäftigte er sich mit Augustinus ebenso wie mit dem Kloster in Beuron als einem »Gnadenort«. Ein Buch über Gertrud von Helfta, eine der großen Mystikerinnen des 13. Jahrhunderts, ist ebenso in der Liste seiner Schriften enthalten wie eine Psalmenerklärung. 1880 erschien sein Hauptwerk »Praecipua ordinis monastici elementa« – »Die besonderen Grundzüge eines Mönchs-Ordens«.
Was für ein Mann war das, der seine Laufbahn in Jülich begann und dann tief in seine Zeit hineinwirkte? – Ohne Zweifel war er ein konservativer Katholik, einer, der in jedem Fall dem Papst folgte. Und doch gibt es auch immer wieder Hinweise auf ganz modernes Gedankengut. In seiner Studentenzeit in Bonn wandte er sich der dortigen Gruppe der »Güntherianer« zu. Der Wiener Philosoph und Theologe Anton Günther (1783-1863) wollte der katholischen Theologie ein rationales Fundament geben, und Wolter plante sogar noch in Rom die Gründung eines theologischen Seminars im Sinne Günthers. Als Günther mit einem Teil seiner Schriften auf den päpstlichen »Index der verbotenen Bücher« gesetzt wurde und seine Thesen zurückzog, gab auch Wolters alle Pläne im Sinne Günthers auf. Der Papst seiner Zeit, Pius IX. , der alle weltliche Macht des Papsttums verlor, machte dieses zur geistlichen Macht durch die damals wie heute keineswegs unumstrittenen Dogmen von der „Unbefleckten Empfängnis Mariens“ (1854) und der päpstlichen „Unfehlbarkeit in Sachen des Glaubens und der Sitte“ (1871) und durch den „Syllabus Errorum“ (1864), einen Anhang zur Enzyklika „Quanta cura“, in dem achtzig vom Papst so bezeichnete Irrtümer verboten und an jeder Verbreitung gehindert wurden – unter anderem liberale und demokratische Gedanken. In Deutschland war dieser Syllabus mit ein Grund für den Kulturkampf. Wolter hatte schon Jahre vorher seine konservative Grundhaltung deutlich gezeigt, indem er sich 1848 an der Gründung der konservativen Studentenverbindung »Union« beteiligt hatte und von dieser zum Eisenacher Studentenparlament und zum Wartburgfest delegiert worden war – gegen die demokratischen „Umstürzler“ wie Karl Schurz, dessen Onkel, Jakob Jüssen, zur selben Zeit Bürgermeister in Jülich war und dann mit Schurz nach Amerika ging. Dann aber unterhielt sich Wolter bei einem eher zufälligen Besuch in Jülich am 12. Oktober 1849 drei Stunden lang mit Kaplan Philipp von Berg, dem Sprecher der Liberalen in Jülich. Zumindest gut bekannt war ihm der katholische Geistliche Eugen Theodor Thissen, der zwischen 1842 und 1847 Lehrer an der Jülicher Allgemeinen Stadtschule war und später in Köln und Limburg als Geistlicher in vielen Vereinen mit sozialer Tendenz arbeitete und die Kreise Düren und Jülich 1852-1858 im preußischen Landtag vertrat – mit der Stimme von Rudolf Wolter. In seiner Jülicher Zeit spaltete Wolter 1851 den liberalen und demokratischen »Kranken-Arbeiter-Verein« und gründete den »Geselligen Arbeiter-Verein«, übrigens den ersten katholischen Arbeiter-Verein Deutschlands. Er sah also die sozialen Probleme seiner Zeit durchaus, wollte aber kein Sozialist sein. Recht aufgeschlossen und sogar modern zeigte er sich der Kunst gegenüber und ließ so die Beuroner Schule zu, die unter Peter Lenz alles Barocke verbannte, zu romanischen und gotischen Formen zurückkehrte und diese in mathematischer Präzision noch übertraf. Wolter hatte das erste Bild dieser Schule – eine Kreuzigung – in Rom gesehen und für Beuron erbeten, obwohl seine Kunstanschauung sicher ursprünglich barock und nazarenisch gewesen war.

Vielleicht war es der einzige Fehler dieses Mannes, dass er zu Zeiten davor zurückschreckte, die Welt tatkräftig neu zu gestalten und dass er deshalb den meditativen Weg im Kloster vorzog. Sein Tagebuch, das er über Jahrzehnte führte, hält nur Fakten fest, kaum Wertungen.

1854-1859: Dr. Ludwig von Essen

Die Allgemeine Höhere Stadtschule, die von der Qualität ihres Schulleiters R. Wolter gelebt hatte, wurde von seinem Abgang nach Aachen Ostern 1854 völlig überrascht. Nach einem Nachfolger hatte die Stadt nicht gesucht und musste nun im ersten Schulhalbjahr 1854/55 ohne Schulleiter auskommen. Am 10. Oktober 1854 wurde dann Dr. Ludwig von Essen – aus den bekannten Gründen wieder ein Theologe – in das Amt des Schulleiters eingeführt. Er war ein sehr gescheiter Mann mit großem Temperament, konnte oder wollte aber die ihm abverlangte philologische Staatsprüfung nicht ablegen, sodass er 1859 die Schule verließ. Die Bewertung seiner Person fällt sehr verschieden aus. Sicher war er ein guter Priester und Pfarrer mit echtem Einsatz für seinen seelsorgerischen Beruf. Ob er auch ein guter Lehrer und Schulleiter war, lässt sich nicht eindeutig beurteilen. Jedenfalls redete man in Jülich nicht besonders gut über ihn, zumal die Schülerzahlen der Höheren Schule sanken. Vielleicht war auch von Essens übernächster Nachfolger, Joseph Kuhl, nicht ohne Schuld am nicht allzu guten Ruf seines Vorgängers, erwähnt er doch von Essens Bemühungen um die Jülicher Geschichte, die dieser in den Jahresprogrammen der Schule in drei Teilen veröffentlichte, mit keinem einzigen Wort in seinem grundlegenden Werk zur Geschichte Jülichs. Auf der anderen Seite veröffentlichten die Steyler Missionare noch achtzig Jahre nach von Essens Tod eine eigene, sehr positive Biographie über ihn. Der Papst verlieh ihm den Titel »Monsignore«. Dagegen hatten berufene Leute Widerspruch eingelegt – allerdings ohne Erfolg.

Von Essen führte ein für einen Theologen des 19. Jahrhunderts recht bewegtes, vielleicht sogar unstetes Leben, obwohl er nicht in das politische Geschäft eingriff, wie es zum Beispiel die Religionslehrer der Jülicher Allgemeinen Stadtschule Eugen Theodor Thissen und Philipp von Berg ein Jahrzehnt vor von Essens Amtszeit getan hatten.

Die Bewegtheit seines Lebens begann schon in seiner Kinderzeit. Anton Ludwig von Essen wurde am 03. November 1830 in Krefeld geboren. Sein Vater Wilhelm stammte aus der jüdischen Bankiers-Familie Kosman in Essen. Beim Übertritt zum katholischen Glauben hatte Ludwig von Essens Großvater den Namen „von Essen“ angenommen – wohl einfach eine Herkunftsbezeichnung. Der Beruf des Vaters wird manchmal mit „Musikdirektor“ in Essen-Rellinghausen angegeben, manchmal mit Kaufmann. Seine Mutter, Marianne Garny, stammte aus dem französisch-sprachigen Teil Belgiens. Das ist sicher der Grund für Ludwigs ausgezeichnete Französisch-Kenntnisse. Er sprach allerdings auch noch eine Menge anderer Sprachen.

Wie es der achtjährige Ludwig verkraftet hat, dass seine gesamte Familie 1838 nach Amerika auswanderte, er selbst aber in Essen bei einer Tante zurückbleiben musste, kann nicht mehr festgestellt werden. Jedenfalls blieb er der Tante, die ihn auf das heutige Burggymnasium in Essen schickte, bis an deren Lebensende dankbar. Sie starb in seinem Pfarrhaus 1876. Die Beziehung zur Familie im Osten der USA ist wenig belegt, wird auch abgerissen sein, zumal der Vater schon 1846 starb. Ludwig hat von ihm wohl das musische Talent und auch die bewegliche Vielseitigkeit geerbt.

Als er mit achtzehn Jahren das Abitur bestanden hatte, wählten mehrere aus seiner Klasse den Priesterberuf und studierten bald Theologie. Nicht so Ludwig. Obwohl er sich eigentlich klar für dasselbe Studium entschieden hatte und obwohl er einen Freiplatz für das Bonner Konvikt bekommen hatte, wurde er zuerst einmal Hauslehrer in der Familie des Freiherrn von Fürstenberg auf dessen Schloss in Essen-Borbeck. Man schrieb das Jahr 1848, und ihn hielt die revolutionäre Stimmung an den Universitäten von einem Studium zurück; er zog aber auch dem Studium die gut bezahlte, ruhige Stelle in Essen vor. 1849 wechselte er von Essen nach Münster. Dort hörte er vier Semester lang Theologie. Erst 1851 ging er nach Bonn – aber nicht ins Konvikt, sondern an die Universität, an der er wieder Theologie, daneben aber auch Arabisch studierte. Im Sommer 1852 verließ er die Universität. Ein Jahr später wurde er als Diakon – die Weihe muss er in Köln oder Bonn erhalten haben – in Tübingen mit einer Arbeit über den Propheten Koheleth – zum Dr. theol. promoviert. Sein Biograph nennt die Dissertation „unkritisch“ und hat Recht im Sinne der kritischen Exegese des 20. Jahrhunderts. Am 24. April 1854 wurde er von Weihbischof Baudri in Köln in der Minoritenkirche zum Priester geweiht.

Am 08. Juni 1854 wurde der Neupriester Kaplan an St. Maria Lyskirchen in Köln. Er kann aber kaum Zeit gehabt haben, sich dort einzuleben, denn schon am 02. September 1854 wurde er als dritter Kaplan an die Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt in Jülich versetzt mit dem Recht, Schulleiter an der Jülicher Höheren Schule zu werden.
Dass die Schule während der Zeit Ludwig von Essens in Jülich immer kleiner wurde und von anfangs rund vierzig jährliche Neuaufnahmen auf rund fünfzehn nach fünf Jahren zurückging, muss nicht an ihm gelegen haben. Er war vielmehr ein fleißiger Mann, der neben seinen Schulleiterpflichten und seinem – wenn auch geringfügigen – Dienst an der Pfarrkirche noch achtzehn bis zwanzig Unterrichtsstunden pro Woche erteilte. Seine Fächer waren dabei griechische Sprache und Geschichte sowie Rechnen und lateinische Metrik, dazu Latein, Religion und Französisch. Er war eben ein gelehrter und flexibler Mann. Der Schule konnte er aber letztlich nicht helfen. Sie war, obwohl die Jahresberichte und Programme es anders propagierten, eben kein Progymnasium mit dem Abschluss des »Einjährigen« und der Berechtigung zum einjährigen Militärdienst und hatte damit für die Beamten- und Offizierssöhne der Festung Jülich wenig zu bieten. Und hier eben drehte sich alles im Kreis: Weil die Schule keine Schüler hatte, wurde sie nicht zum Progymnasium erhoben, und weil sie nicht Progymnasium war, kamen keine Schüler. An der misslichen Lage war von Essen insofern nicht ganz unschuldig, als er die philologische Staatsprüfung zum Lehramt trotz vieler Ermahnungen nicht ablegte. Warum er das nicht tat, bleibt sein Geheimnis, hätte er doch bei seiner Begabung in Jülich ganz sicher mit der Schule eines Tages aufsteigen können, wie es Kuhl dann tat. Er wollte wohl nicht in Jülich bleiben, wie schon Wolter und viele andere begabte Lehrer vor ihm – wie Thissen und von Berg zum Beispiel, deren Namen auch heute noch bekannt und im Internet leicht zu finden sind.
Obwohl er das Examen nicht ablegte, nahm er seinen Beruf als Lehrer sehr ernst. Schon 1856 erschien von seiner Hand ein Schulbuch mit dem Titel: „Handbüchlein der Kirchengeschichte. Zum Gebrauche an Gymnasien und höhern Schulen, sowie zur leichtern Repetition entworfen von Ludwig von Essen, Doctor der Theologie und Rector des Progymnasiums zu Jülich (Rheinpreußen). Köln und Neuß. L. Schwannsche Verlagshandlung. 1856. 72 Seiten.“ Es handelt sich um ein Lernbuch zur Kirchengeschichte in Form von Fragen und Antworten. Die Notwendigkeit und Beliebtheit des Buches beweist die Tatsache, dass es in mehreren Auflagen, zuletzt in der sechsten, noch drei Jahre nach dem Tod seines Verfassers 1889 erschien.

Dr. von Essens Zeit in Jülich war sicherlich auch geprägt von zwei schulorganisatorischen Fragen. Einmal ging es um einen unbedingt nötigen Neubau für Schulräume. Der Stadtrat beugte sich dieser Notwendigkeit kurz bevor von Essen Jülich verließ. Zum anderen gelang es dem Schulleiter in seiner Zeit auch, bei der Aachener Regierung durchzusetzen, dass dem Kuratorium nun auch der Direktor angehörte. Auch die Tatsache, dass diesem für die Schule und ihre Geschäfte so wichtigen Gremium kein Lehrer angehörte, wirft ein Licht auf die Bewertung der Jülicher höheren Schule durch die Öffentlichkeit und den Stadtrat.

Nach fünf Jahren harter, leider aber von nur geringem Erfolg gekrönter Arbeit kündigte von Essen im Oktober 1859, blieb aber wohl noch als einfacher Lehrer ein halbes Jahr lang in Jülich. 1860 schließlich ging er nach Kerpen und zwar – obwohl immer noch ohne philologisches Examen – an die dortige höhere Schule als deren Leiter. Diese war durch Beschluss des Stadtrates erst am 21. Januar 1860 gegründet worden. Dass der Schulleiter für seine Tätigkeit 500 Taler bekam, erstaunt, wenn man damit sein Jülicher Gehalt von rund 300 Talern vergleicht. Das Gehalt scheint allerdings bei von Essen keine besondere Rolle gespielt zu haben, hatte er doch schon im Herbst 1859 in Jülich gekündigt, als es die Kerpener Schule noch gar nicht gab. Genau so erstaunlich ist die Tatsache, dass Dr. Ludwig von Essen auf der Homepage der Realschule Kerpen unter »Unsere Schule – Schulgeschichte« als Gründungsschulleiter ausdrücklich genannt ist.

Aber der schweifende Geist Ludwig von Essens suchte Größeres und wurde 1862 vom Kölner Generalvikariat nach Rom empfohlen als Hauslehrer für die Söhne des Fürsten Clemente Rospigliosi, des Mitglieds einer in Rom äußerst angesehenen Familie, die im 17. Jahrhundert sogar einen Papst, Clemens IX., hervorgebracht hatte. Von Essen war für dieses Amt von seinem beruflichen Vorleben her sehr geeignet und in Rom bei allen großen Veranstaltungen des Fürstenhauses zugegen. Dabei lernte er viele Leute des italienischen Adels und der Kirche kennen und wurde auch Monsignore und Prälat. Er scheint sich aber nicht selbst um diese Ehrentitel beworben zu haben und trug sie auch nur selten zur Schau. Allerdings verweist Bornemann in seiner Biographie von Essens darauf, dass sein Grabstein ein Prälatenwappen zeigt.

1864 kehrte Ludwig von Essen nach Deutschland zurück und wurde für vier Jahre Pfarrer von Herzogenrath-Afden und dann von 1868 bis 1871 Oberpfarrer im Französisch sprechenden, aber zu Preußen gehörenden – heute belgischen – Malmedy und königlicher Schulinspektor ebenda. Das nun war eine wirklich ehrenvolle Berufung für den anscheinend immer nach Höherem strebenden Priester. Hier aber zeigt sich nun ein anderer seiner Charakterzüge: Vielleicht war er immer auf der Flucht, nämlich vor der Verantwortung gegenüber seinen Pfarrange-hörigen, deren seelische Betreuung ihm anvertraut war. Und eben dieser Aufgabe fühlte er sich nicht immer gewachsen. So suchte er den Weg in einen eher kontemplativen Orden, den er nur darum nicht entschlossen beschritt, weil er sich seiner Tante verpflichtet fühlte, die an ihm Mutterstelle vertreten hatte und die nun bei ihm lebte. Als aber in Folge des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 Blattern und Typhus in seiner Gemeinde viele Menschen dahinrafften, bewarb er sich um Aufnahme in das Prämonstratenser-Kloster Tongerloo in Belgien, die ihm auch gewährt wurde. Aber nur einen Monat später verließ er in schwerer seelischer Krise das Kloster, dessen Abt ihm seiner Meinung nach falsche Versprechungen gemacht hatte, und wurde nach Wochen schwerer Krankheit im Januar 1872 Pfarrer von Mönchengladbach-Neuwerk. Noch einmal wollte er ins Kloster eintreten, das war 1886 – aber er starb am 06. Januar dieses Jahres in Neuwerk, wo er auch begraben wurde.

In Neuwerk erlebte Ludwig von Essen auch den Kulturkampf Preußens gegen die katholische Kirche. Der Pfarrer wurde seines Postens als Schulinspektor enthoben, und die Geistlichen der Pfarrei durften auch keinen Religionsunterricht mehr erteilen. Seinen Posten verlassen konnte von Essen ebenso wenig, weil der Staat die Besetzung der Pfarrstelle durch einen neuen Priester nicht genehmigt hätte. So wandte er sich voll seinen Pfarrkindern zu.

Zudem erfasste ihn ein neuer Plan: die Missionierung der noch nicht christlichen Welt. Und er fand einen Mitstreiter, den am 03. Oktober 2003 heiliggesprochenen Gründer der Steyler Missionare, Arnold Janssen, dessen moderner Umgang mit der so genannten »Heidenmission« zum Modell der Missionsaussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde. Janssen verfolgte seine Ziele mit Ruhe, und da in Deutschland der Kulturkampf ihn hinderte, ein Missionshaus zu bauen, ging er nach Steyl in den Niederlanden. Dorthin konnte von Essen nicht folgen, und so verlor er an Einfluss. 1875 wurde in Steyl das Missionshaus eingeweiht. Das Messopfer feierte Ludwig von Essen, die Predigt hielt Arnold Janssen.

Viele Jahre lang war von Essen in Neuwerk auch Beichtvater und Seelsorger der Freifrau Therese von Wüllenweber, die am 03. Oktober 1968 seliggesprochen wurde. Sie blieb auch als Gründerin des Salvatorianerinnen-Ordens dem Pfarrer Ludwig von Essen über dessen Tod hinaus dankbar.

Ludwig von Essen blieb bis zu seinem Tod ein unsteter und gerade darum nicht unbedeutender Geist. Er bereiste viele Länder und war in Frankreich, England, Österreich, Polen und Italien. Mitten in der Schulzeit startete er von Jülich aus eine Reise nach Jerusalem. Im Jülicher Stadtarchiv hat sich das Schreiben erhalten, in dem er den Termin dem Kuratorium mitteilt und darauf hinweist, dass seine Kollegen seinen Unterricht in der Zeit seiner Abwesenheit mit übernähmen.

1859-1862: Dr. Peter Vitalis Besse

Nachfolger von Essens und letzter Vorgänger Kuhls als Leiter der Jülicher Höheren Schule wurde ein aus Kulm in Böhmen kommender Oberlehrer, nämlich Dr. Peter Vitalis Besse. Er war nicht Theologe und unter mehreren Bewerbern ausgewählt worden. Dennoch hatte man wohl einen Fehlgriff getan. 1862 kam Besse daher einer Kündigung durch das Kuratorium zuvor, indem er selbst kündigte. Mehr ist über ihn nicht bekannt.

Quellen und Literaturhinweise

Im Jülicher Stadtarchiv befinden sich a) Niederschriften der Sitzungen des Kuratoriums ab 1840 , b) Schuletat über zwei Jahrzehnte , c) Schulgeldhebelisten , Schriftverkehr aus der Zeit des Schulleiters von Essen , d) Schulprogramme (Jahresberichte) 1857, 1860/61 und 1858 (letzteres als Beiheftung in II.836) e> Rurblumen: Adolf Fischer, Die Erzäbte Maurus und Placidus Wolter in ihrer Beziehung zum Jülicherland (1925, Nr.26, 27.Juni), F.F. und NN : Dr. Anton Ludwig von Essen (1934, Nr.5, 03. Febr., S.23), Adolf Fischer, Erzabt Maurus Wolter und sein Jülicher Tagebuch (1934, Nr.40, 06. Okt., S.213)
Kreuser, Anton, Königliches Gymnasium zu Jülich, 1. Die Geschichte der Anstalt seit 1818, Beilage zum Jahresbericht Nr.623, Jülich 1913
Uttenweiler, Justinus O.S.B. (Hg.), Erzabt Maurus Wolter zum 100. Geburtstag, Beuron 1925
Bers, Wilhelm, Zum 50. Jubelfest des Jülicher Gymnasiums, Ein Programm des Progymnasiums in Jülich aus dem Jahre 1857, Heimatkalender des Kreises Jülich 1955, S. 74-78
Stollenwerk, Alexander, Maurus Wolter, ein bedeutender Jülicher Gymnasialdirektor und Erzabt, Heimatkalender des Kreises Jülich 1960, S. 95-96
Bers, Günter, Die Entstehung der Arbeitervereine in Jülich, Jülicher Heimatblätter Nr.7/8, 1961, S. 21-29
Fiala, Virgil, Ein Jahrhundert Beuroner Geschichte 1863-1963, Beuron 1963
Bornemann, Fritz, Dr. Ludwig von Essen und seine Missionspläne, Bd. 8 der Studia Instituti Missiologici Societatis Verbi Divini, Nettetal 1967 (Rez.: Wilhelm Bers, Beiträge zur Jülicher Geschichte, Nr.33, 1970, S.14-16)
Bers, Wilhelm, Theologen aus dem Jülicher Land vom 16. bis 19. Jahrhundert, Beiträge zur Jülicher Geschichte, Nr. 26, 1969, S. 48-51: A.L. von Essen, Rektor des Jülicher Progymnasiums
Lepper, Herbert, Das Gymnasium Jülich und seine Vorgängeranstalten, Beiträge zur Jülicher Geschichte, Nr.42, 1975, S. 1-67
Bers, Günter, der „Katholische Bürgerverein zu Jülich“, Beiträge zur Jülicher Geschichte, Nr.55, Teil I, 1987, S. 52-73
Krins, Hubert, Die Kunst der Beuroner Schule, Wie ein Lichtblick vom Himmel, Beuron 1998

Im Internet:
http://www.bautz.de/bbkl/w/wolter_r.shtml: [1] Wolter, Rudolf, Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Verlag Traugott Bautz, Band XIV (1998) Spalten 55-62 Autor: Norbert M. Borengässer

Abbildungen:
Maurus Wolter aus Uttenweiler, hinter S.16; Ludwig von Essen aus Bornemann, vor dem Titelblatt ; Ludwig von Essen Grabplatte, Foto Nieveler 2007