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Heinz Tichlers

 

Direktor des Gymnasiums Zitadelle der Stadt Jülich
von 1976 – 1990

 

Von Wolfgang Gunia
Wer ist Heinz Tichlers?
Er ist und bleibt ein Kind des Rheinlandes und der Region. Das hat ihn auch in seinem Wesen geprägt. Er lacht gerne, hat Humor und ist ausgesprochen gesellig. Dass er Lehrer wurde, war ihm nach eigenen Angaben vom Vater in die Wiege gelegt worden. Der Vater war Hauptlehrer und Rektor an den Volksschulen in Kalrath, Freialdenhoven und später in Kirchberg. In Freialdenhoven erblickte Heinz Tichlers das Licht der Welt, verbrachte dort die frühe Kindheit und besuchte bis 1939 die Volksschule in diesem Ort. Um seinen Kindern weite Wege zu den weiterführenden Schulen zu ersparen – Heinz war das Jüngste unter drei Geschwistern – wechselte der Vater den Arbeitsplatz und wurde Rektor an der Volksschule in Kirchberg, das damals noch selbständige Gemeinde war. Bis 1941 ging Heinz dort zur Schule und ab Herbst dieses Jahres zum Gymnasium, der damaligen „Deutschen Oberschule für Jungen“ an der Neußer Straße in Jülich
Aber eine »normale« Schulausbildung war ihm dort nicht beschieden. Bald fielen die ersten Bomben auf Jülich und im Herbst 1944 musste die Schule ganz schließen und das Schulgebäude wurde bei dem Bombenangriff, der Jülich am 16. November völlig zerstörte, mit in Schutt und Asche gelegt.
[1]Wer aber denkt, dass die Schüler nun unbegrenzt Ferien bekamen, irrt. Der 14-jährige Heinz wurde zu Schanzarbeiten, zur Anlegung von Panzersperren im Raum Aachen gegen die näher rückende Front verpflichtet. Aus heutiger Sicht hatte er Glück: Er brach sich schon nach einer Woche einen Arm und wurde aus dem Lager entlassen. Was folgte, war die Zwangsevakuierung aus dem Rheinland in das auf dem rechten Rheinufer liegende Reichsgebiet. Erst Ende 1946 konnte er nach der Rückkehr in die Heimat am 1945 wieder eröffneten Gymnasium seine Schulausbildung fortsetzen. Im Eiltempo ging es jetzt zum Abitur, das er am 16.2.1951 bestand. Er war der erste der Tichlers-Familie, der dort das Abitur machte; inzwischen folgten Sohn Heinz und Enkel Yannik.
Schon zwei Monate später begann er mit dem Studium an der Universität Köln. Er studierte Mathematik und Physik. Beide Fächer waren schon an der Schule seine Lieblingsfächer, denen seine besondere Neigung galt. Und er war natürlich auch erfolgreich. Heinz beeilte sich mit dem Studium, denn schon während seines ersten Semesters starb sein Vater. Deswegen musste er bemüht sein, möglichst schnell auf eigenen Füßen zu stehen. Im Mai 1956 bestand er das 1. Staatsexamen. Zeitweilig arbeitete er danach als wissenschaftlicher Assistent bei Professor Guido Hoheisel (1894-1968; Mathematiker in Köln), lehnte aber dessen Angebot ab, doch an der Universität zu bleiben, und entschied sich für den Lehrer-Beruf.
Wir sehen ihn wieder als Studienreferendar, zunächst in Mönchengladbach und dann am Einhard-Gymnasium in Aachen. Der frisch gebackene Studienassessor begann seine Berufslaufbahn dann am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Düsseldorf. Er arbeitete dort fünf Jahre sehr erfolgreich, war im Kollegium beliebt und anerkannt und fühlte sich wohl.
Eins aber war für ihn eine auf Dauer kaum tragbare Belastung: Er fand keine geeignete Wohnung in Düsseldorf und musste täglich außer sonntags lange Fahrten von Jülich nach Düsseldorf auf sich nehmen. Es kam hinzu, dass er seit 1958 verheiratet und Vater von Sohn und Tochter geworden war. Die Familie wollte mehr von ihm haben.
1963 nahm er das Angebot an, als Studienrat an seine alte Schule zurückzukehren. Wenige Jahre später wurde er zum Oberstudienrat (1968) und 1972 zum Studiendirektor befördert.
Aus eigenem Erleben weiß der Verfasser, dass Heinz Tichlers im Kollegium sehr angesehen und beliebt war. Sieben Jahre hintereinander schenkte ihm das Kollegium das Vertrauen und wählte ihn in den Lehrerrat, vier Jahre war er Vorsitzender dieses Gremiums. In dieser Rolle musste er die Interessen des Kollegiums gegenüber dem Schulleiter – damals Dr. Heinz Renn – vertreten und bewies dabei Verhandlungsgeschick und Fingerspitzengefühl. Auch seine Fachkompetenz wurde allgemein aner¬kannt und seine Fachkollegen wählten ihn immer wieder zum Fachleiter für das Fach Mathematik.
Heinz Tichlers, der Schulleiter
[2]<1976 trat Schulleiter Dr. Renn in den Ruhestand und ein Nachfolger wurde gesucht. Heinz Tichlers bewarb sich um die Nachfolge. Aber die Beförderung zum Schulleiter fiel ihm keineswegs in den Schoß, denn vier weitere Lehrer – einer darunter aus dem eigenen Kollegium – bewarben sich ebenfalls. Es waren spannende Monate, die der Entscheidung durch den Jülicher Stadtrat vorangingen. Der dienstlichen Beurteilung der Bewerber folgten Vorstellungen vor dem Kollegium, das ein Anregungsrecht hatte. Es waren Monate, die fast ein wenig an Wahlkampf erinnerten. Die Entscheidung im Stadtrat fiel dann aber mit überragender Mehrheit für den Bewerber Heinz Tichlers.
Damit hatte die Schule erstmalig seit der Erhebung des Progymnasiums zum Vollgymnasium 1902 einen Schulleiter mit den Fächern Mathematik und Physik. Alle Vorgänger waren Altsprachler bzw. Geisteswissenschaftler. Dies macht bereits deutlich, wie sehr sich die Schule vom ehemals altsprachlichen Jungengymnasium gewandelt hatte.
Am 13.November 1976 wurde er im Pädagogischen Zentrum in sein Amt eingeführt und konnte dort zahlreiche Glückwünsche, u.a. auch die des damaligen Bürgermeisters Karl Knipprath entgegennehmen. In seiner Antrittsrede wurde deutlich, dass Heinz Tichlers sich sehr wohl der großen Aufgabe bewusst war, die er übernommen hatte. Er warb um vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Institutionen der Stadt, mit dem Kollegium und mit seiner künftigen Führungsmannschaft. Und dann sprach er aus, was ihn die nächsten Jahre in hohem Maße beschäftigen sollte: Dass er die Schulleitung nicht in einer Sternstunde übernommen habe, sondern in einer der schwierigsten und bedrängendsten Phasen überhaupt. Die schlimmsten Probleme waren:
Was der frisch gebackene Schulleiter 1976 so klar nicht ahnen konnte, war, dass nur rund zehn Jahre später sich einige Probleme genau ins Gegenteil verkehren sollten, nämlich rapide sinkende Schülerzahlen mit den Problemen des Lehrerüberhanges.
Aber gehen wir der Reihe nach:
Während seiner gesamten Amtszeit von vierzehn Jahren kämpfte der Mathematiker Heinz Tichlers – wie seine Schulleiterberichte belegen – mit den Zahlen : Mit Schülerzahlen, Klassenraumzahlen, Lehrer- und Planstellenzahlen.
Ein Blick auf die Schülerzahlen dieser Jahre macht deutlich, welche Probleme damit auf die Schulleitung zukamen:
1975 1310 1984 1343
1976 1443 1985 1227
1977 1553 1986 1072
1978 1565 1987 1032
1979 1598 1988 969
1981 1577 1989 927
1983 1400 1990 883
Im Verlauf der Schuljahre 1979 bis 1981 wurde mit 1688 die höchste Schülerzahl erreicht.
In seine Amtszeit fielen also der absolute Schülerberg und am Ende das Schülertal, in dem die Höchstzahl fast halbiert wurde. Aber das sind bloße Zahlen und sie sagen zu wenig über die Probleme aus, denen sich der Schulleiter stellen musste.
Das Raumproblem
Wie bringe ich in einer Schule, die für 850 Schüler gebaut ist, notfalls die doppelte Zahl unter? Das erforderte ständiges Verhandeln mit dem Schulträger, der Stadt Jülich, über die Suche nach Provisorien, aber auch nach dauerhaften Lösungen des Raumproblems. Zunächst behalf man sich damit, dass Fachräume in Klassenräume umfunktioniert wurden, dass aus einem Theatersaal durch Trennwände Kursräume geschaffen wurde. Aber das waren alles nur Tropfen auf die bekannten heißen Steine. Wirkliche Entlastung schaffte erst die Auslagerung von 11 Klassen in einen Flügel der Grundschule Jülich – Nord. Das konnte auch im Interesse der Nordschule keine Dauerlösung sein. Rat und Verwaltung suchten also weiter nach einer Lösung und wurden fündig. Kurz vor den Sommerferien erreichte die Schule eine Botschaft, die aus Sicht von Lehrern und Schülern eine Hiobsbotschaft war: Die Stadt plante einen Schulgebäudetausch zwischen Hauptschule im Schulzentrum und dem Gymnasium in der Zitadelle. Aus Sicht der Stadt machte das rein rechnerisch durchaus Sinn, denn im Schulzentrum stand ein ganzer Gebäudetrakt leer. Aber für das »Gymnasium Zitadelle« wäre das ein Stück Identitätsverlust gewesen, wenn es nicht mehr in der Zitadelle gelegen hätte, sondern auf der grünen Wiese nahe der Rur. Dass dieser Vorschlag ernst gemeint war, das spürten Schulleitung, Lehrer und Schüler. Nach einem Ortstermin im Schulzentrum waren alle einhellig der Meinung: „Dieses Gebäude ist für uns ungeeignet.“ Nach vielen Besprechungen und Lehrerkonferenzen beschloss die Schulkonferenz am 13.5.1980 einstimmig, den Umzugsplan in das Schulzentrum abzulehnen. Und die klare Position, die vom Schulleiter, von Lehrern, Eltern und Schülern offensiv vertreten wurde, hatte Erfolg. Der Angriff wurde abgeschlagen. Das »Gymnasium Zitadelle« blieb in der Zitadelle. Auf diesen erfolgreichen Einsatz spielte Heinz Kräling in seiner Rede bei der Verabschiedung von Heinz Tichlers im Jahre 1990 an: Dass diese Feierstunde überhaupt in den Mauern der Zitadelle stattfinden könne, das sei ein Hauptverdienst von Heinz Tichlers! Er habe für den Verbleib des Gymnasiums am „angestammten Platz gekämpft.“
Der Stadtrat fasste einen neuen Beschluss, der die „Zitadelle“ in der Zitadelle beließ. Statt des Gymnasiums zog die Katholische Grundschule in den freien Trakt des Schulzentrums, dem Gymnasium wurde die dadurch frei werdende Schule, das heutige Westgebäude an der Düsseldorfer Straße mit seinen Nebengebäuden einschließlich Turnhalle, zugewiesen. Dort fand ab 1988 die Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6 ) eine eigene Heimat. Durch den Umzug hatten auch die Schulbaracken in der Zitadelle, die nicht nur dem Landeskonservator ein Dorn im Auge waren, ausgedient. Sie wurden 1989 abgebrochen. Eine Sorge war damit der Schulleiter los. Aber es gab noch mehr Probleme, die seinen vollen Einsatz forderten.
»Der Kampf um mehr und um weniger Lehrer!«
Noch schwieriger und für den Schulleiter aufreibender gestaltete sich der Versuch, für die rasch wachsende Schülerzahl ausgebildete Fachlehrer und zwar möglichst hauptamtliche Lehrer zu finden. Wir dürfen nicht vergessen, dass es zu dieser Zeit einen ausgeprägten Lehrermangel gab, was zu Unterrichtsausfällen, Stundenkürzungen und vielen Überstunden führte. Oberstudiendirektor Dr. Renn hatte erfolgreich versucht, diesem Lehrermangel, der sich schon zu seiner Zeit abzeichnete, durch die Anstellung von nebenamtlichen Lehrkräften, teilweise auch von nicht ausgebildeten Lehrern die Lücken zu stopfen. Jeder war willkommen, der wenigstens etwas Fachkompetenz besaß. Zeitweilig tummelten sich über dreißig solcher Lehrkräfte im Kollegium. Wertvolle, allgemein anerkannte und unverzichtbare Dienste leisteten hier gerade in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern Mitarbeiter des Forschungszentrums. Aber das ehrgeizige Ziel des neuen Schulleiters war es, möglichst bald ein genügend großes Kollegium aus hauptamtlichen und voll ausgebildeten Lehrern zu schaffen. Und dafür kämpfte er ausdauernd bei den zuständigen Dienststellen. Und er hatte Erfolg: Bereits im Sommer 1977 wurden der Schule neun hauptamtliche, voll ausgebildete Lehrer zugewiesen. Damit verbesserte sich das Verhältnis von hauptamtlichen zu nebenamtlichen Lehrkräften deutlich. Die 1550 Schüler wurden jetzt von einhundert Lehrern unterrichtet. Die personelle Situation und die Unterrichtsversorgung hatte sich damit erheblich verbessert, zumal auch schon im Februar 1977 sechs voll ausgebildete Lehrkräfte der Schule zugewiesen worden waren. Aber der Kampf um Lehrer ging weiter, denn auch im Schuljahr 79/80 gab es Mangel an Lehrern. Dem Schulleiter gelang es jedoch, erneut eine große Zahl von Lehrern nach Jülich zu holen; in diesem Schuljahr waren es dreizehn. So konnte die Presse im Februar 1980 melden: „Am Gymnasium Zitadelle fällt jetzt nahezu kein Unterricht mehr aus“. Was diese gewaltige Fluktuation von kommenden und weggehenden Lehrern für den Schulleiter bedeutete ist klar: Vor allem viel, viel Arbeit. Dutzende von Gutachten über diese Lehrer waren anzufertigen, eine zeitraubende und verantwortungsvolle Aufgabe, die Heinz Tichlers sehr ernst nahm, hing doch davon viel für die Menschen, die es zu beurteilen galt, ab. – Galt es in den ersten Jahren als Schulleiter vor allem, neue Lehrer nach Jülich zu holen, ging es danach infolge der rapide zurückgehenden Schülerzahl darum, Lehrer wieder „ freizustellen“. Eine wenig dankbare Aufgabe, die viel Fingerspitzengefühl erforderte. Vor allem betraf dies die zahlreichen nebenamtlichen Lehrkräfte, die man in Zeiten der Not angeworben hatte, die jetzt aber nicht mehr gebraucht wurden. Am Ende seiner Dienstzeit hatte er ein sehr viel kleineres und fast ausschließlich aus hauptamtlich voll ausgebildeten Lehrern bestehendes Kollegium und damit, wie er selbst nach all den Mühen von sich sagen konnte, die Qualität der Schule deutlich verbessert.
Drei Zahlen zur Stärke des Lehrerkollegiums sollen den Wandel belegen:
1976/77 88 1981/82 99 1990/91 70
Der Schulleiter als Mann des „Schulmarketings“
[3]

Beim Stadtjubiläum im Jahre 2006 auf dem Wagen der Partikularschule von 1571

Nach dem raschen Abstieg in das Schülertal kamen Aufgaben auf die Schule zu, die es früher so nicht gegeben hatte. Zwischen den Schulen – in Jülich gibt es drei Gymnasien- entspann sich ein Werben um die knapper werdenden Schüler. Wird eine Schule zu klein, kann sie weniger Kursangebote machen und verliert damit erheblich an Attraktivität, weil die Schüler weniger Wahlmöglichkeiten haben. Also machte sich Heinz Tichlers auf zu den Grundschulen und zu den Eltern der 4. Schuljahre und stellte vor Ort seine Schule und ihre guten Seiten vor. Bei dem grossen Einzugsbereich der Schule, der weit über das Stadtgebiet hinaus geht, war das auf Dauer nicht zu leisten. Die Lösung des Problems waren sog. »Tage der offenen Tür« in der Zitadelle.
[4]

Karikatur von Jörg Tietz (Abiturjahrgang 1987)

Dabei hielten nicht allein der Schulleiter und verschiedene Fachvorsitzende Referate über das schulische Angebot, über Leistungserwartungen und alle Fragen des Überganges zu einer weiterführenden Schule, sondern es gab reichlich Führungen durch das Gebäude und vor allem auch öffentlich Probestunden in den 5. Klassen. Diese Einrichtung hat sich so bewährt, dass sie heute noch beibehalten wird.
„Ich will nicht »Pauker« sein.“ So lautete seine Devise. Eine zweite hieß „Ich will die Schüler ernst nehmen.“ Und das ist ihm überwiegend auch gelungen. Eine von ihm selbst erzählte Episode mag dies veranschaulichen.
Ein Schüler der Oberstufe, eine Nervensäge, stur, faul, frech und widersetzlich trotz aller Bemühungen des Lehrers Tichlers, dem das eines Tages zu viel wird. Und er verkündet erregt: Ich werde mich überhaupt nicht mehr um dich kümmern, dich gar nicht mehr beachten. Dann bleibst du eben sitzen. – In der folgenden Nacht geht Tichlers der Vorgang immer wieder durch den Kopf. Hatte er richtig gehandelt? War er da nicht doch Pauker geworden? Am nächsten Tag – wieder in der Klasse – verkündet er: Ich nehme diese Ankündigung zurück. Ich werde weiter um dich kämpfen, dich drängen und fordern. Und der Schüler verstand. Ab sofort arbeitete er wie nie zuvor und wurde versetzt.
Der Abschied in den Ruhestand
In den letzten Jahren machte seine Gesundheit nicht mehr mit, und er sah sich gezwungen mit sechzig Jahren in den Ruhestand zu gehen und vierunddreißig Jahre Lehrerdasein zu beenden. Am 11.August 1990 gab es eine große Abschiedsfeier im voll gefüllten Pädagogischen Zentrum. Und wer Heinz Tichlers kennt, muss sagen, dass hier nicht Sonntagsreden gehalten wurden, sondern dass vieles von dem, was Heinz Tichlers ausmacht, auf den Punkt gebracht wurde. Nur einiges soll stichwortartig erwähnt werden, was da vom Leitenden Regierungsschuldirektor Peter Schwarz, von Bürgermeister Heinz Schmidt, vom stellvertretenden Schulleiter Heinz Kräling, von Lehrern und Schülern gesagt wurde:
Sein Kollegium stimmte zum Abschied einen von Inge Duwe einstudierten Chorgesang nach der Melodie aus der Oper Nabucco an, der in wenigen Zeilen viel über den scheidenden Chef aussagte:
„Teurer Heinrich“
Teurer Heinrich, gebeugt von der Jahre Last,
Zitadellenbeherrscher und Vater.
Sanguinisch, dynamisch und tätig
Sprechanlagenbenutzer, du Primus
Triumvirorum, du Mütterberater,
lege schützend den Arm ums Kollegium!
Starker Leiter von Konferenzen,
teuer Heinrich von sechzig Jahr.
Heinz Tichlers im Ruhestand
Fragt man ihn nach Hobbys, kommt nicht viel, aber Bezeichnendes. Bis er Schulleiter wurde, hatte er Zeit für Sport und spielte leidenschaftlich gerne Badminton. Im Ruhestand konnte er dieses Hobby nicht wieder aufnehmen. Er verfügt aber über einen bestens ausgerüsteten Werkraum in seinem Hause, der auch heute noch benutzt wird. Fünf Jahre war er für seine Mitbürger als Ortsvorsteher von Mersch aktiv. Aber seine Leidenschaft gehört weiterhin der Mathematik und hier bildet er sich weiter fort. Den Vorteil davon haben seine Enkel, denen der Opa mit seinem Wissen gute Dienste leistet. Inzwischen bewältigt er für einen Enkel auch die Mathematik des 4. Semesters und wird da auch weiter am Ball bleiben.
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Reinhold Finken überreicht Heinz Tichlers das Abschiedsgeschenk

Zum 80. Geburtstag im März 2010 wünscht dir der Verfasser, der dich viele Jahre als Kollegen und Chef erlebt hat, weiterhin geistige Frische, eine passable Gesundheit und viele Freunde.