
Kerstin Gier: Rubinrot
Für alle, die es nicht wissen: Das Buch „Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten“ handelt von einem 16-jährigen Mädchen namens Gwendolyn, das sich eines Tages überraschender Weise in einer völlig anderen Zeit wiederfindet und feststellen muss, dass sie das Zeitreise-Gen ihrer Familie geerbt hat. Diese Tatsache verstrickt sie in ein Netz aus lauter Geheimnissen und jede Menge Probleme, denn fälschlicherweise wurde ihre Cousine Charlotte für die Gen-Trägerin gehalten. Die musste sich ihr ganzes Leben auf eine Mission vorbereiten, von der Gwendolyn nun nicht mal ansatzweise etwas versteht. Auch ihre bösartige Tante macht Gwendolyn das Leben schwer, ihre Großmutter ist wenig begeistert von der Verwechslung und zu alledem kommt noch der gut aussehende, aber arrogante Gideon de Villiers hinzu, der auch das Zeitreise-Gen trägt und zu Anfang leider gar nichts von Gwendolyn hält. Mit Unterstützung ihrer besten Freundin Leslie, ihrer Mutter, ihren zwei kleinen Geschwistern, ihrer Großtante Maddy, die eigenartige Visionen bekommt, und ihrem Geisterfreund James Pimplebottom löst Gwenny langsam das Rätsel um den mysteriösen Grafen von Saint-Germain und versucht herauszufinden, warum ihre Cousine Lucie und Paul de Villiers vor ihrer Geburt den Chronografen, das Gerät, in dem das Blut fast aller zwölf Zeitreisenden der Geschichte eingespeichert ist, gestohlen haben.
Die Fünftklässler und Begleiter der Zeitreise-AG unserer Schule, geleitet von Frau Schlader-Thouet, durften am Freitag, den 16. März, mit dem 1. Aufnahmeleiter Jatchek Gluszko sprechen, der für die gesamte organisatorische Planung verantwortlich ist. Die Kinder durften alle Fragen stellen in Bezug auf die Szenen, den Drehalltag und die Schauspieler, die ihnen auf der Seele brannten. Er beantwortete die Fragen der Kinder mit Witz und viel Geduld. So erfuhren wir, dass die Szenen dreier Zeitreisen (1782, 1912, 1942) in den unterkühlten Kasematten unserer Schule gedreht wurden. „Haben die Schauspieler nicht gefroren?“ „Nein, da wir Jacken und warme Verpflegung dabei hatten. So konnten wir die 10-11 Stunden eines gewöhnlichen Drehtages, der meist schon um 6 Uhr morgens beginnt, gut bewältigen.“ Kaum zu glauben, aber es wurden täglich 7 Szenen gefilmt, davon jede mindestens 12 Mal. Insgesamt enthält das Drehbuch ca. 120 Szenen! Eine ganze Menge Arbeit also! Deshalb riet uns Jatchek Gluszko „Lernt was gescheites dann müsst ihr nicht zum Film!“ Die Schauspieler, die inzwischen die Zitadelle in- und auswendig kennen, drehen insgesamt 39 Tage in Deutschland und 4 weitere Tage in London. Dabei wurden sie von einem Filmteam mit 60 Leuten und zusätzlichen Komparsen begleitet. Doch nur das „Dreckige Dutzend“ (Kameramann, Regisseur, Produzent etc.) war beim Dreh immer live dabei. Auf die Frage „Wo geht es als nächstes hin?“ antwortete Jatchek Gluszko: „Unsere nächste Station ist Coburg in Bayern.“ Doch was dort gedreht wird, darüber können wir nur spekulieren. Möglicherweise ist es ja der Kirschblütenball, mit dem der Kinofilm zu Ende gehen wird, da das erste Buch noch nicht genug Stoff für den Film lieferte. Drehschluss in Deutschland des „Harry Potter für Mädchen“ ist der 19. April. Danach geht es für weitere 4 Tage nach London, wo alle großen Außenaufnahmen gedreht werden. Für alle die jetzt interessiert sind und schon Pläne für den ersten Kinobesuch machen: Kinostart ist im April 2013! Gehen 4 Millionen von uns fleißig ins Kino, so können wir uns auf die Fortsetzung in ein paar Jahren freuen! Ges. J.K. und M.T.
Übrigens: Auch die Lektüre des Buches lohnt sich: Kerstin Gier, Rubinrot, Arena-Verlag.
P. Schlader-Thouet