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Wurdest Du schon einmal diskriminiert/gemobbt?

[1]Umfrageergebnisse der AG „Schule ohne Rassis­mus“
Vor wenigen Monaten hat die AG „Schule ohne Rassismus“ 376 Schülerinnen und Schüler zwischen elf und 18 Jahren (Jahrgangstufen 7, 8, 9 und Q1) gefragt, inwiefern diese an unserer Schule bereits selbst Diskriminierungs- bzw. Mob­bing­erfahrungen er­leiden mussten bzw. inwiefern diese andere Schüler­innen und Schüler kennen, die solch Erfahrungen machen mussten.

Das Ergebnis: Gut jede(r) Siebte hat sich bereits diskriminiert gefühlt, jede(r) Vierte wurde gemobbt (Mehrfachnennungen waren möglich). Es lässt sich festhalten, dass Diskriminierung und Mobbing kein zu unterschätzendes Problem an unserer Schule darstellen: Fast alle Befragten kennen Schüler­innen und Schüler, die mindestens einmal diskriminiert/gemobbt worden sind. Ein weiteres zentrales Ergebnis war, dass relativ und auch absolut gesehen mehr Schülerinnen Opfer von Diskri­mi­nierung/Mobbing geworden sind als Schüler. 69 % aller Mobbingopfer und ca. 62 % aller Personen mit Diskri­mi­nier­ungserfahrungen sind weiblich.


Inwiefern dieses Ergebnis mit den unterschiedlichen Rollenbildern und den daran anknüpfenden Erwartungen zusammenhängt, kann hier nicht geklärt werden. Einerseits ist denkbar, dass sich nicht alle Schüler getraut haben, die eigenen Erfahrungen wahr­heitsgetreu anzukreuzen (die Fragebogen wurden meist im Unterricht ausgefüllt; die Möglichkeit, dass Tischnachbarinnen und –nachbarn die ange­kreuzten Antworten sehen, war gegeben), andererseits können Schülerinnen auch aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert werden. Es erscheint nicht verwunderlich, wenn ein gesellschaftliches Problem in der Schule sein Abbild findet.
Vier von zehn befragten Schülerinnen und Schüler halten es für notwendig, dass es an unserer Schule eine AG gibt, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Leider zeigte sich dies nicht an der Zahl der Teilnehmenden, sodass die AG im 2.Halbjahr 2015/16 nicht mehr stattfinden wird.
Vielleicht wird dem einen oder der anderen durch das Lesen der Umfrage bewusst, wie wichtig es auch an unserer Schule ist, hin­zu­schauen, aufzustehen und nicht alles hin­zunehmen. Wenn Menschen wegen ihrer Kleidung, Sprache, Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität oder was auch immer angepöbelt werden, muss gehandelt werden.
Falls Du dich angesprochen fühlst, freuen wir uns, wenn Du dich meldest unter schmidt@gymnasium-zitadelle.de. Mit Deiner Hilfe können wir Projekte unterschied­lichster Art gegen Diskriminierung verwirklichen.