Kooperation mit dem Krankenhaus Jülich

Manchmal reicht ein falscher Schritt auf dem Schulhof oder ein Sturz im Sportunterricht: Ein Schüler ist unglücklich gestolpert und hat eine Platzwunde am Kopf. Sofort ist das Team der Schulsanitätsdienst-AG zur Stelle. Mit dem Sanitätsrucksack in der Hand eilen die ausgebildeten Schülerinnen und Schüler herbei, bewerten die Lage und versorgen die Wunde professionell. Sie beruhigen den Patienten, legen einen sterilen Verband an und entscheiden, dass der Fall nun in ärztliche Hände gehört. Was passiert aber jetzt? Dank der neuen Kooperationsvereinbarung zwischen unserem Gymnasium und dem Krankenhaus Jülich, die am 15. September 2025 offiziell ratifiziert wurde, ist der Weg nun klar.

Die Zusammenarbeit ist das Ergebnis ausdauernder Bemühungen unserer Schulleiterin Dr. Edith Körver, die die Idee der ehemaligen Krankenhausleitung vor 1,5 Jahren aufgegriffen und verfolgt hat. Der offizielle Startschuss erfolgte in Anwesenheit von Dr. Edith Körver, Frau Landen (Leiterin der Sanitäts-AG), Mitgliedern der Sanitäts-AG, Frau Dreikluft (Berufsberatung), sowie den Vertreterinnen des Krankenhauses Marion Hommens und Angelina Gröbel.

Dr. Edith Körver eröffnete die Veranstaltung mit einer Ansprache über die Ziele der Kooperation. So wurde die Kooperation aus verschiedenen schulischen Perspektiven vorgestellt: Sie ermöglicht es den Schulsanitätern, ihre Arbeit zu vertiefen und die Prozesse für die Weitergabe von Patienten, die in der Schule erstversorgt und nun im Krankenhaus betreut werden müssen, zu optimieren. Frau Dreikluft betonte, dass die Vereinbarung Schüler:innen die Möglichkeit gibt, die vielfältigen Berufsfelder im Krankenhaus kennenzulernen – von medizinischen und pflegerischen bis hin zu technischen und kaufmännischen Bereichen wie Buchhaltung und Verwaltung. Das Krankenhaus kann so auch als potenzieller Ausbildungsplatz vorgestellt werden. Außerdem sieht die Partnerschaft vor, dass Lehrkräfte durch das Krankenhaus in Form von Fortbildungen zur Gesunderhaltung unterstützt werden, was das bereits bestehende Angebot der AOK erweitert.

Anschließend präsentierte die Sanitäts-AG einen selbst produzierten Film, der ihren Alltag eindrucksvoll zeigte – von der Versorgung von Kopfschmerzen bis zu Platzwunden. Der Film demonstrierte, wie die Sanitäter nicht nur medizinisch handeln, sondern auch mit Empathie auf die Patienten eingehen. Die Vertreterinnen des Krankenhauses stellten im Anschluss die Vorteile der Kooperation aus ihrer Sicht vor.

Greifen wir unser Beispiel vom Anfang auf: Der Schulsanitätsdienst hat den verletzten Schüler professionell erstversorgt. Dank der neuen Kooperation wissen die Sanitäter und die Schule nun genau, wie die Übergabe des Patienten an das Krankenhaus optimal abläuft. Die Kommunikation ist klar geregelt, und die weitere Versorgung des Schülers wird nahtlos sichergestellt. Diese Vereinbarung ist ein Gewinn für alle: Sie stärkt die praktische Ausbildung unserer Schulsanitäter, öffnet neue Wege für die berufliche Orientierung unserer Schüler:innen und erweitert das Fortbildungsangebot für unsere Lehrkräfte.

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