Vom 22. bis zum 24. Juni 2026 stand unsere Schule ganz im Zeichen ihres Leitziels „Weltoffenheit, Toleranz und Respekt im wertschätzenden Miteinander“. Drei Tage lang ruhte der klassische Fachunterricht in den ersten sechs Stunden, um genau dieses Versprechen in die Tat umzusetzen. In über 30 verschiedenen Projekten hauchte die gesamte Schulgemeinschaft diesen scheinbar abstrakten Begriffen nahbares Leben ein. Schon während der ersten beiden Arbeitstage fiel auf, wie gelöst die Stimmung war. Die sonst so festen Strukturen von Klassenverbänden und Stundenplänen machten Platz für ein buntes, kreatives Miteinander. Überall traf man auf Gruppen von Unterstufen- und Mittelstufenschüler:innen, die Seite an Seite mit Jugendlichen der Oberstufe diskutierten, forschten, handwerklich arbeiteten oder kreative Ideen ausheckten. Unsere Medienteams waren dabei als Augen und Ohren überall im Haus unterwegs, führten Interviews und hielten das geschäftige Treiben in Schnappschüssen fest. Dabei ging es gar nicht um das einzelne, isolierte Projekt, sondern um das große Ganze: das gemeinsame Gestalten, das gegenseitige Helfen und das spürbare Zusammenwachsen unserer Schulgemeinschaft. Der Höhepunkt der Projekttage entfaltete sich schließlich am heutigen Mittwoch, als die gesamte Schule zur großen Abschlusspräsentation einlud und das historische Gebäude in ein buntes Festivalgelände verwandelte.
Das sommerliche Wetter meinte es fast schon zu gut mit uns: Das Jülicher Thermometer kletterte kräftig nach oben, was in manch einem Klassenraum für schweißtreibende Temperaturen von rund 30 Grad sorgte. Doch die Hitze tat der gelösten Stimmung keinen Abbruch. Wer durch die Schule und das Gelände schritt, wusste gar nicht, wo er zuerst hinschauen sollte. Auf dem sonnendurchfluteten Innenhof der Zitadelle herrschte bei herausfordernden olympischen Spielen eine ausgelassene, sportliche Dynamik. Drinnen verwandelten sich die Flure in weitläufige Kunstausstellungen und vielfältig gestaltete Präsentationsräume, während auf den Bühnen des Theatersaals modern erzählte Theatermosaike klassischer Stücke das Publikum fesselten.
Ein weiteres Highlight war die Modenschau in der Kapelle, bei der die Schüler:innen eigens hergestellte Outfits, ganz im Sinne des Leitziels gestaltet, präsentierten und das begleitet von mitreißender Live-Musik. An diesem Finaltag öffnete auch das Pädagogische Zentrum seine Türen und wurde zum kulinarischen und kommunikativen Herz der Schule. Durch das Engagement der Schüler:innenvertretung (SV) und vieler helfender Hände der Oberstufe wartete hier ein buntes, interkulturelles Buffet auf die hungrigen Gäste. Es lud zum Verweilen, Probieren und vor allem zum Reden ein. Lehrkräfte, Eltern sowie Schüler:innen aller Altersstufen saßen bei erfrischenden Getränken und internationalen Köstlichkeiten entspannt beieinander, um sich abzukühlen und auszutauschen.
Der eigentliche Erfolg dieser Projekttage lag am Ende nicht nur in den Ergebnissen, die überall zu bewundern waren. Die ausgestellten Arbeiten zeigten genau das, was die Zielsetzung dieser drei Tage war: wie aus den scheinbar abstrakten Leitzielen unserer Schule handfeste Projekte für das reale Zusammenleben werden.
I. Wahlen




