Ein Bildhauer in Wien
Abiturjahrgang 1986
Wolfgang Gunia
Man kann sie überall treffen, die Ehemaligen der Zitadelle und hört von ihnen Interessantes aus ihrem Leben. „Sind sie nicht der Herr Gunia?“ wurde ich in Wien auf der Straße von einem jungen Mann angesprochen. Wer war der Frager: Rolf Laven, Abi¬tur 1986. Und was er mir von seinem Leben erzähl¬te und was ich aus seiner Homepage erfuhr, war nicht minder interessant. Aber der Reihe nach: Nach dem Abitur studierte Rolf Laven Bildhauerei und Kunstpädagogik in Maastricht und Wien. Und Wien wurde dann zu seiner zweiten Heimat.
Hier promovierte er zum Dr. phil. über Franz Cizek und seine Kunstpädagogik, den Begründer einer sehr nachhaltigen Reformbewegung in der Kunstpädagogik, die bis in die Gegenwart u.a. über Maria Montessori wirkte und wirkt.
Rolf wirkt in Wien aber nicht allein als Kunstpädagoge, sondern ist selbst als schaffender Künstler und Projektbegleiter aktiv. Seine Homepage führt eine lange Liste von Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen auf (www.rolflaven.com). Ausstellungen vor allem in Österreich und im süddeutschen Raum, aber auch im Leopold Hoesch Museum in Düren im Jahre 2005. Er beteiligte sich an der Ausstellung „100 Jahre Hoesch Museum“. Im Sommer 2005 bekam er durch RWE Power die Möglichkeit eine gewaltige Freilandskulptur am
Flussbett der neuen Inde zu realisieren. Die „Indespirale – Panta Rhei“ besteht aus einer Kombination mehrerer gewaltiger Steinblöcke und ist ein Blickfang für Wanderer, die das neue Indebett erkunden.
Auch ein eigenes Atelier betreibt er in Wien und bezeichnet sich in seiner Homepage als „Bildender Künstler, Kunstpädagoge, Workshopleiter, freier Kurator und wissenschaftlicher Betreuer des Cizek Nachlasses im Museum in Wien.“