Erste-Hilfe-Ausbildung als Schulveranstaltung

Helfen will gelernt sein. Bei Unfällen Erste Hilfe leisten zu können erst recht. Schon beim Erwerb eines Mofa-Führerscheins wird dementsprechend der Nachweis über den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses verlangt.

Man könnte sich auf den Standpunkt stellen, derartige Kurse seien Privatsache. An der Zitadelle haben wir sie schon seit vielen Jahren als schulische Gemeinschaftsveranstaltung für neunte Klassen eingerichtet. Denn Helfen ist ein soziales Handeln, Helfen zu lernen ein Prozess, der in der vertrauten Gemeinschaft einer Klasse eine natürliche Umgebung hat und als Gemeinschaftserlebnis auch die Klassengemeinschaft stärkt. Darum gilt in der Zitadelle die Teilnahme an einem solchen Kurs in Klasse 9 als verbindlich.

Der zwei Tage umfassende Kurs wird jeweils an einem Freitag und Samstag von 8:00 bis ca. 16:00 Uhr durchgeführt, also teilweise während der Unterrichtszeit. So werden das schulische und das private Interesse ausbalanciert.

Die Kurse finden unter kompetenter Leitung in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst statt. Die Organisation liegt in den Händen eines unserer Sportlehrer, der die Termine mit der Schulleitung und den Maltesern koordiniert und die Klassen informiert.

Die Schülerinnen und Schülern der neunten Klassen werden bei der Erste-Hilfe-Ausbildung mit Theorie und Praxis lebensrettender Sofortmaßnahmen vertraut gemacht. Sie erhalten nach der erfolgreichen Teilnahme darüber eine Bescheinigung, wie sie z.B. zur Erlangung eines Führerscheins erforderlich ist. Die Kursgebühr von z.Z. 10 Euro tragen die Teilnehmer selbst.