Unter diesem Titel fand am 20.02. ein Infoabend für alle Eltern und Erziehungsberechtigten der Schüler/innen der 7. Jahrgangsstufe statt.
Als externe Expertin war Frau Laßka vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention/ Opferschutz eingeladen. Sie informierte über die strafrechtliche Relevanz von Cybermobbing, listete die einzelnen strafrechtlich relevanten Aspekte (angefangen bei Verleumdung bis hin zu Nötigung / Erpressung) auf, schilderte das Vorgehen der Polizei im Ernstfall und erwähnte auch, dass selbst bei noch strafunmündigen Kindern die Eltern verantwortlich seien bzw. schon die Einleitung von Ermittlungsverfahren möglich sei. Ebenfalls ging sie auf die Folgen in Form von Strafen bzw. Einträgen in das polizeiliche Führungszeugnis ein.
Doch welche Ansätze zur Prävention von Cybermobbing gibt es? Diese Frage kam ebenfalls nicht zu kurz. So stellten Frau Dr. Wille und Herr Neumann die pädagogische Arbeit der Schule dar, angefangen bei der Erarbeitung von Klassenregeln bis hin zum Einüben von Konfliktlösestrategien. Weiterhin wurden konkrete pädagogische Vorgehensweisen vorgestellt, mit denen auf Mobbingfälle erzieherisch reagiert werden kann und die ggf. auch schulische Ordnungsmaßnahmen gegen die Verursacher von Mobbing flankieren können. Beide betonten die Bedeutung des Vertrauensverhältnisses zwischen Klassenleitung und Schüler/innen, das durch gemeinsames Erleben und ein kontinuierliches Miteinander über konkrete Unterrichtsinhalte wachsen kann. Auf diese Weise kann die Kooperation zwischen Klassenlehrern und Schüler/innen erheblich dazu beitragen, Probleme innerhalb einer Klasse möglichst frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen, sodass es erst gar nicht zu(Cyber-) Mobbing kommt – wie es bislang auch der Fall ist.
Im Anschluss an die Vorträge bestand die Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion.
Trotz des schwierigen und vielschichtigen Themas waren sich am Ende alle darüber einig, dass ein solcher Abend einen wertvollen Beitrag dazu leistet, die Zusammenarbeit von Schule und Elternhäusern bei erzieherischen Fragen zu stärken – nicht nur zur Problemlösung, sondern – wichtiger noch – beim Aufbau und Erhalt einer lernförderlichen Atmosphäre, sodass sich nicht nur die Schüler/innen in der Schule wohl bzw. akzeptiert fühlen können.
Astrid Wille und Dirk Neumann




