Gedenkveranstaltung 9. November 2025

Gedenkveranstaltung 9. November 2025

Auch in diesem Jahr haben neun Schülerinnen (Matilda Goertz, Maja Kniepen, Elif Beyza Küçük, Smilla Meier, Derya Özdal, Larissa Scholven, Gökçe Naz Taşkın, Mariella Vitanza-Lima, Eyla Wins) der Jahrgangsstufe Q1 unserer Schule mit Frau Aşıkan an der Gedenkstunde in Jülich am 9. November um 17 Uhr (An der Synagoge bis zum Probst-Bechte-Platz) erfolgreich mitgewirkt. Sie haben interkulturelle und interreligiöse Friedenswünsche und -hoffnungen unter dem Motto „Aufstehen für …“ vortragen. Die Schülerinnen beschäftigten sich in ihrer Freizeit mit ihren Beiträgen und auch die Vorbereitungen, Absprachen und Proben mit Frau Aşıkan fanden außerhalb des Unterrichts statt. Dies zeigt auch das besondere Engagement der Schülerinnen, denen es sehr wichtig ist, sich deutlich für Toleranz und gegen Rassismus zu positionieren. Durch die Informationen auf dem Flyer, den Larissa Scholven entworfen hat, haben auch mehrere Kolleg:innen und Schüler:innen an der Veranstaltung teilgenommen.

Unsere Schule unterstützt die Gestaltung der Gedenkstunde bereits zum dritten Mal hintereinander. Wir nehmen an dieser Gedenkveranstaltung teil, weil es wichtig ist, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, um für die Zukunft zu lernen. Wir wollen, dass sich die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes nicht wiederholen, und stehen als Schulgemeinschaft dafür ein, dass niemand ausgeschlossen oder diskriminiert wird. Und wenn wir alle dies, unter anderem durch die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen und durch unseren Einsatz für Toleranz und gegen Rassismus, leben, zeigen wir: Nie wieder ist Jetzt!


Textbeiträge der Schülerinnen „Aufstehen für …“

Matilda Goertz:
Wir wünschen uns eine Gesellschaft, die von Zivilcourage geprägt ist.
Der 9. November mahnt uns eindringlich, wie gefährlich es ist, passiv zu bleiben, wenn Mitmenschen Unrecht erfahren oder angegriffen werden. Unsere Hoffnung ist eine Welt, in der wir nicht wegschauen, sondern entschlossen handeln. Wir wollen den Mut finden, Unrecht zu benennen und die Schwachen zu schützen, indem wir für Zivilcourage aufstehen. Aufstehen für Zivilcourage!

Elif Beyza Küçük:
Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg.
Frieden beschreibt eine Welt, in der jeder, wie er ist, leben kann, ohne Angst zu haben, unabhängig von seiner Herkunft, seinem Glauben oder seiner Meinung.
Frieden beginnt bei uns, wenn wir gegenseitigen Respekt und Verständnis zeigen: er beginnt in unseren Worten, unserem Verhalten…
Und der 9. November erinnert uns daran, wie einfach er zerstört werden kann.
Er bleibt nur bei uns, wenn alle Menschen für Unrecht aufstehen und merken, dass wir alle die Verantwortung für Frieden tragen. Aufstehen für Frieden!

Derya Özdal:
Wenn dein Name anders klingt. Wenn du kontrolliert wirst, obwohl du nichts getan hast. Wenn du trotzdem weitergehst. Und wenn du trotzdem Hoffnung hast, Hoffnung auf Gerechtigkeit. Aufstehen für Gerechtigkeit und gegen Rassismus!

Eyla Wins:
Aufstehen für Freiheit das ist mehr als nur ein Satz. Freiheit ist kein Zustand, den man einmal erreicht und dann behält. Sie lebt davon, dass wir sie immer wieder verteidigen, im Denken, im Sprechen, im Handeln. Am 9. November erinnern wir uns daran, was passiert, wenn Freiheit verloren geht und was möglich ist, wenn Menschen den Mut haben, für sie einzustehen. Freiheit bedeutet Verantwortung: für uns selbst, füreinander und für die Zukunft. Heute stehen wir hier, um zu zeigen, dass wir Freiheit nicht für selbstverständlich halten, sondern für sie aufstehen. Aufstehen für Freiheit!

Maja Kniepen:
Auch heute ist es wichtig, Respekt zu zeigen – vor dem, was damals passiert ist, und vor den Menschen, die davon betroffen waren. Selbst wenn wir nicht genau wissen, wie es sich für sie in jener Nacht angefühlt hat, was sie gesehen haben oder wie sehr sie verletzt wurden, sollten wir ihr Leid anerkennen.
Ebenso wichtig ist es, dass wir einander mit Respekt begegnen und nicht vorschnell über andere urteilen. Nur so können wir verhindern, dass sich solche Ereignisse jemals wiederholen. Aufstehen für Respekt!

Smilla Meier:
Was bedeutet Zusammenhalt?
Es ist die Unterstützung, die wir uns gegenseitig geben.
Die wir jeden Tag den Menschen entgegenbringen, die uns wichtig sind. Sei es Familie, Freunde, oder Partner.
Doch nicht nur den Menschen aus unserem näheren Umfeld sollten wir diese Unterstützung entgegenbringen. Sondern auch denen, die es nicht so einfach in unserem Land haben. Egal, ob sie hier geboren sind, oder nicht, welche Hautfarbe sie haben, an was sie glauben, was ihre Herkunft ist. Unser Ziel sollte ein vereintes Deutschland sein, dass niemanden herabwürdigt, einfach auf der Grundlage von Umständen, die wir uns nicht ausgesucht haben, für die wir nichts können, mit denen wir geboren sind.
Das Handeln aller sollte uns ermöglichen, ein friedliches Miteinander aufzubauen und so zu leben.
Die Vergangenheit hat gezeigt, was für schreckliche und Menschenverachtende Dinge geschehen können, wenn wir dies nicht tun. Lebt so, dass es niemand anderem wehtut oder ihm schadet. Denn das ist die Grenze der Freiheit, die wir übertreten. Dort hört unsere eigene Freiheit auf. Aufstehen für Zusammenhalt!

Mariella Vitanza-Lima:
Akzeptanz bedeutet, Menschen so anzunehmen, wie sie sind – unabhängig von Herkunft, Religion oder Identität.
Sie ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben und gegenseitigen Respekt.
Im Holocaust wurde Millionen Menschen diese Akzeptanz und Menschlichkeit grausam verweigert.
Daraus lernen wir, dass wahre Akzeptanz aktives Handeln gegen Ausgrenzung und Hass bedeutet.
Nur wenn wir akzeptieren, können wir verhindern, dass sich Geschichte wiederholt. Aufstehen für Akzeptanz!

Gökçe Naz Taşkın:
Gleichberechtigung bedeutet, dass jeder Mensch denselben Wert hat, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Hautfarbe. Wenn Menschen anfangen, andere als weniger Wert anzusehen, entsteht Leid, Unrecht und Gewalt. Unsere Aufgabe ist es, daraus zu lernen. Alle Menschen verdienen Respekt, Würde und gleiche Rechte. Nur wenn wir füreinander einstehen, kann sich Geschichte nicht wiederholen. Nie wieder. Aufstehen für Gleichberechtigung!