Kooperation der Zitadelle mit dem TTC Indeland

„Wilde Ehe des TTC nach Jahren legalisiert“ titelte die Jülicher Zeitung anlässlich der Kooperations­ver­einbarung des TTC Indeland Jülich mit dem Gymnasium Zitadelle. Was aber verbindet die Schule mit dem Verein? Das Gymnasium Zitadelle – auch als Lernort an einem historischen Ort – ist ebenso ein Aushängeschild der Stadt wie der TTC Indeland. Und so ist es nur folgerichtig und konsequent, die bereits seit vielen Jahren beste­hen­de gute Zusammenarbeit in Form einer engen Kooperation weiterzuführen und aus­zubauen.

Im Fokus sollen dabei in bewährter Manier die Kinder und Jugendlichen stehen. Ihnen soll am Gymnasium Zitadelle als Olympiastützpunktschule die Möglichkeit geboten wer­den, sowohl für den Breiten- als auch für den Leistungssport ausgebildet zu werden. Dies ist aber nur mit einem starken Partner möglich, der durch das entsprechende Know-how, aber auch durch entsprechende Personal- und Materialressourcen die Anstrengungen der Schule flankiert.
Eine Kooperation lebt in erster Linie von den Personen, die sie mit Leben füllen. Eine tragende Säule der Kooperation ist Mike Küven. Er errang mit dem TTC Indeland weit über hundert Meistertitel auf Bundes-, Westdeutscher-, Bezirks- und Kreisebene, ist Präsident des Vereins und besitzt mehr als fünfzehn Jahre Erfahrung in der Betreuung von Jugendlichen. Mike Küven hat die Halle zu seinem Wohnzimmer gemacht und lebt für den Sport. Ende April wird er mit der ersten Jugendmannschaft des Vereins im Viertelfinale um den Landesmeistertitel einer Mannschaft aus Düsseldorf gegenüber­ste­hen. Mit an Bord wird dabei Yannick Scholven, Schüler der Einführungsphase an der Zitadelle, sein. Wir möchten bereits an dieser Stelle viel Glück und Erfolg im Wettbewerb wünschen.
Die Begeisterung für den Sport ist in der Zitadelle aber auch an anderer Stelle spürbar. So lässt es sich Frau Dr. Körver trotz hoher Termindichte nie nehmen, einen Abstecher in die Berliner Halle zu machen, die Spieler zu begrüßen und ihnen persönlich viel Erfolg zu wünschen. Das gilt für kleine aber auch größere Veranstaltungen, wie der Ausrichtung der Regierungsbezirks­meis­ter­schaf­ten zu Anfang dieses Jahres. Und gerade bei diesen Wettkämpfen zeigt sich die gesellschaftliche Bedeutung des Sports, das inte­grative Ele­ment. Hier spielen Alter, Geschlecht, Schulform und Nationalität keine Rolle, hier wird Tischtennis gespielt, miteinander und füreinander.
Dieses Miteinander wird seit nunmehr neun Jahren von Herrn Backhaus, die zweite Säule der Kooperation, organisiert. Er bereitet die Wettkämpfte vor, informiert die Eltern und Schüler, plant die Fahrten und Übernachtungen, stellt die Trikots bereit und begleitet die Mannschaften auf Wettkämpfe oder richtet sie selbst kurzerhand in Jülich für die Zita­delle aus.


Herr Backhaus leitet zudem seit sieben Jahren die TT-AG und betreute Erpro­bungs­stufenschüler beim Milch-Cup. Damit schlägt er eine Brücke zu den Grundschulen in der Region, die in diesem Wettbewerb ebenfalls aktiv und erfolgreich sind. Unterstützt und begleitet von Michael Kremer freute er sich mit den Spielern über elf Teilnahmen an Landesmeisterschaften in Folge und den fünf errungenen Podestplätzen. Dabei waren unsere Mannschaften mehrfach nur einen Wimpernschlag vom Bundesfinale in Berlin entfernt, so dass durch die Zusammenarbeit mit dem TTC Indeland dieses Ziel mit­tel­fristig vielleicht in greifbare Nähe rückt.

Dirk Neumann