Q1 bei „Romeo and Juliet“ in Neuss

Am 29. Juni 2017 waren rund 50 Schülerinnen und Schüler Zeugen einer erstklassigen Perfor­man­ce im „Globe Theater“ in Neuss, welche im Rahmen des diesjährigen Shakespeare Festivals stattfand. Die moderne Interpretation des Stückes wurde von der Watermill Company aus London erarbeitet und aufgeführt. Die Company besteht aus mehreren jungen Frauen und Männern, die trotz des jungen Alters eine erstaunliche Arbeit ablieferten.

Im klassischen Sinne thematisiert das Theaterstück eine tragische Liebesbeziehung. Romeo und Juliet stammen aus zwei verfeindeten Familien, den Capulets und den Montagues, und lernen sich auf einer Feier der Capulets kennen und lieben. Juliets Eltern haben vorgesehen, dass sie einen anderen jungen Mann namens Paris heiratet, können sie jedoch nicht davon abhalten Romeo heimlich zu treffen. Die Amme von Juliet hilft den Liebenden dabei Nachrichten zu übermitteln, und auch Friar Lawrence steht hinter ihrer Liebesbeziehung. Romeo hält in einer der Liebesnachrichten um die Hand Juliets an, woraufhin sie von Friar Lawrence heimlich getraut werden und nun Mann und Frau sind. Ihr Glück hält jedoch nicht lange an, da Juliets Eltern die Vermählung ihrer Tochter mit Paris so schnell wie möglich durchführen wollen. Währenddessen geraten Romeo, Mercutio und sein Cousin in einen Kampf mit Tybalt, in welchem Mercutio ums Leben kommt. Kurze Zeit später rächt sich Romeo an Tybalt und ermordet ihn. Romeo wird vom Prinzen aus Verona verbannt. Währenddessen werden die letzten Vorbereitungen für Juliets Vermählung getroffen. Da diese jedoch niemand anderen als Romeo will, schmiedet sie mit Friar Lawrence einen Plan: Sie nimmt den Abend vor ihrer Hochzeit ein Narkosemittel, welches sie tot wirken lässt. Da Romeo nur eine Todesnachricht erhält und nichts von dem Plan ahnt, kauft er sich ein Gift, welches er nach einem letzten Kuss auf ihrer Beerdigung trinkt. Als Juliet erwacht, erblickt sie Romeos Leiche und ersticht sich vor lauter Verzweiflung und Wehmut selbst. Als die beiden Familien den Anblick ihrer verstorbenen Kinder ertragen müssen, beenden sie ihre Feindschaft.

Die jungen Schauspieler konnten die traditionelle Handlung sehr gut auf die heutige Zeit übertragen und haben sowohl durch ihre Mimik und Gestik, als auch durch Gesang und Tanz überzeugt. Es war ein besonderes Erlebnis in einem Theater, welches dem originalen Globe Theater nachempfunden ist, ein Stück von Shakespeare sehen zu können. Sowohl am Anfang als auch während des Stückes herrschte eine sowohl konzentrierte als auch entspannte Stimmung bei allen Besuchern des Festivals, welches durch Spannung, Neugierde und Mitgefühl geprägt war.

N. Farhat und C. Cremer (Q1)